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Junge Welt vom 01.08.2015, Leserbriefseite, Titel: "Zum Wohle der Rüstungsfirmen"
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Im Januar 2016 beginnt der Vorwahlkampf für die Präsidentschaftswahlen in den USA am 08.11.2016. Wer wird der nächste US-Präsident: Einer aus der Clinton- oder Bush-Dynastie oder vielleicht doch Großmaul Donald Trump, einer der reichsten US-Milliardäre, der seinen Wahlkampf aus Eigenmitteln bestreiten kann?

Um US-Präsident zu werden, müssen Spendengelder gesammelt werden. Denn, der letzte US-Wahlkampf kostete sage und schreibe 1,35 Milliarden US-Dollar. Dafür brauchen die Präsidentschaftskandidaten die sog. PACs, die Political Action Committees, jene Lobbygruppe, die sich darauf konzentriert, Kandidaten zu unterstützen oder zu bekämpfen. Die PACs unterliegen dabei bestimmten gesetzlichen Regeln; neben Interessengruppen gründen auch viele Kandidaten eigene PACs, um ihr Fundraising zu organisieren. Sie können aber unbegrenzte Geldmittel einsetzen, um eigene Anzeigen zu schalten oder auf sonstigem Wege Werbung für ihre(n) Präsidentschaftskandidaten zu betreiben.

Unvorstellbar. So kann es passieren, dass z. B. die Waffen- und Rüstungsindustrie in den USA über ein eigenes PAC ihren US-Präsidentschaftskandidaten selbst formt, macht und letztendlich durch massive Promotion an die Macht bringt. Als Lobbyist und Geldgeber kann die Waffen- und Rüstungsindustrie auf diesem Wege Einfluss auf die Kriegsmaschinerie des nächsten US-Präsidenten nehmen. Genau davon handelt der neue Film von Michael Moore mit dem Titel: "Where to Invade Next (Wo marschieren wir als nächstes ein)?"

Ich will ja nichts vorwegnehmen, aber ich tippe darauf, dass die USA noch in diesem Jahr mithilfe der Türkei eine Bodenoffensive gegen die ISIS (und die Kurden?) im Irak und in Syrien beginnen werden. Zum Wohle der Waffen- und Rüstungsindustrie. Marschiert Deutschland dann mit, oder beteiligt sich Deutschland nur an den Kosten des Krieges gegen die ISIS?

Roland Klose, Bad Fredeburg

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