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Saarbrücker Zeitung vom 20.04.2017, laut genios.de, Titel: "EU muss sich gegen Brexit stemmen"


 

Großbritannien ist über das Brexit-Votum vom 23.06.2016 zerstritten und gespalten. United Kingdom droht Geschichte zu werden, weil Schottland weiterhin mit der EU in Brüssel sympathisiert und die Jugend Großbritanniens lieber in der EU geblieben wäre. Außerdem sind durch den Brexit die Wirtschaft Großbritanniens und der Finanzplatz London geschwächt worden. Daher kann ich Premierministerin Theresa May gut verstehen, wenn sie nun Neuwahlen für Großbritannien für den 8. Juni 2017 ausgerufen hat.
Neuwahlen in Großbritannien bedeuten eine zweite Chance für die Europäische Union und für das Vereinigte Königreich. Hoffentlich macht die EU in Brüssel nicht wieder denselben Fehler wie 2016 und hält sich vollkommen aus den GB-Wahlen heraus. Martin Schulz, Angela Merkel, Jean-Claude Juncker und andere führende EU-Politiker müssen im Wahlkampf für den Verbleib Großbritanniens in der EU nachhaltig werben. Ansonsten hat es die EU nicht besser verdient, wenn es beim Brexit auf der Insel bleibt.
Roland Klose, Bad Fredeburg

Kommentare  

# .... 2. Chance für die EU!Alois Sepp 2017-04-18 20:53
Ich vermute mal sehr, dass ein Teil der Briten heute noch in längst vergangenen Zeiten lebt und dem "Commonwealth-System" nachweint. Die EU, so traurig es mitunter sein mag, zeigte sich nicht immer von einer gloriosen Seite. Verkannt wird auch, dass die britischen Regierungen seit langer Zeit sich auch immer nur die Rosinen aus der EU herausgepickt hat. Auch die EU sollte sich nicht immer an der Nase herumführen lassen.
Diejenigen in Großbritanien, die das Sagen haben, werden es selbst noch am besten zu spüren bekommen, aus dem Verband der EU auszubrechen. England ist ja ausgebrochen, weil es nicht immer die Vorteile verspürte, in einer Gemeinschaft Mitglied zu sein. Theresa May will nur durch ihren politischen Schachzug weitere persönliche Vorhaltungen von sich abwenden. Daher der plötzliche Schwenck um 180 Grad.

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