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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg will die Apotheken im Hochsauerlandkreis unbedingt erhalten. Wer will das nicht? Wir alle wollen die Kirche im Dorf lassen, das Krankenhaus und die Geburtshilfe in der Stadt behalten und wollen die Apotheken bzw. den vielfältigen Einzelhandel in unseren örtlichen Einkaufsstraßen erhalten, obwohl der Onlinehandel im Internet auf dem Vormarsch ist und kaum aufzuhalten sein wird. Warum? Der Onlinehandel kann gegenüber den Apotheken und dem Einzelhandel auf die teure Anmietung eines ortsansässigen Geschäftsraumes verzichten und ist 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für Bestellungen erreichbar.
 
Darf also der Staat den Internet-Apotheken per Gesetz verbieten, wie das Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gerne möchte, rezeptpflichtige Medikamente an seine Kunden wie bisher zu liefern? Das wird wohl kaum beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe durchkommen, zumal die lästige Internet-Konkurrenz nicht nur ausnahmsweise, sondern dann grundsätzlich vom Versandhandel ausgeschlossen werden müsste. Das ist aber realitätsfern. Die Beratung der Internet-Apotheken ist im Übrigen auch nicht schlechter als vor Ort. Aufgrund einer Bestellung oder Anfrage per Telefon oder online teilt ihnen die Internet-Apotheke nämlich kostenlos mit, wie sie das bestellte Medikament fachgerecht einzunehmen haben und ob es sich überhaupt mit den anderen georderten Medikamenten verträgt. Die Lieferzeit der Medikamente im Internet ist kaum länger, zumal die ortsansässige Apotheke wegen der hohen Kapitalbindungskosten mittlerweile auch nur noch die gängigsten Medikamente auf Lager hat.  
 
Und was ist der große Vorteil von ortsansässigen Apotheken und Einzelhandelsgeschäften? Sie prägen unsere Innenstädte in Form von Einkaufsstraßen und machen zusätzliche und weite Kurierfahrten direkt zum Kunden wie beim Onlinehandel überflüssig. Das ist gut für unsere Umwelt. Denn Kurierdienste verstopfen bereits jetzt unsere Straßen in zunehmendem Maße und verpesten so unsere Umwelt sinnlos mit CO2 und äußerst gesundheitsschädlichen Stickoxiden. Deshalb sollte der Onlinehandel im Internet statt mit 19% Mehrwertsteuer mit 29% MWSt. belegt werden, was mit einer 10%-igen Umweltabgabe auf die gelieferten Waren gerechtfertigt werden könnte. Die 10%-ige Umweltabgabe für den Onlinehandel im Internet würde auf diesem Wege die örtlichen Apotheken und den Einzelhandel wettbewerbsfähiger machen. Das wäre meines Erachtens allemal besser als ein sachlich unbegründetes Verbot z. B. für rezeptpflichtige Medikamente auszusprechen
 
Roland Klose, Bad Fredeburg

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