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ÔÇ×Wir brauchen keinen Tag der Bundeswehr, sondern einen Tag der Abr├╝stung!ÔÇť hat die Ingolst├Ądter Bundestagsabgeordnete und Chefin der Linkspartei in Bayern, Eva Bulling-Schr├Âter, anl├Ąsslich des ÔÇ×Tages der BundeswehrÔÇť vor etwa zwei Wochen in einer Pressemitteilung gefordert. Ob ÔÇ×wirÔÇť einen derartigen Tag brauchen, sei dahingestellt. Ich f├╝r meine Person kann darauf verzichten, da ich die Bundeswehr in - und auswendig kenne. Mir w├Ąre es lieber, wenn das hierf├╝r ausgegebene Geld anderweitig investiert w├╝rde, zum Beispiel in zus├Ątzliche Flugstunden f├╝r die Piloten - zu deren und unser aller Sicherheit. Das tollste Flugger├Ąt ist nur dann seinen Anschaffungspreis wert, wenn dessen Pilot das darin steckende Leistungspotential auch vollumf├Ąnglich nutzen kann. Denn selbst der beste Flugsimulator kann einen ÔÇ×echtenÔÇť Flug nicht ersetzen. Und weil wir schon bei der Fliegerei sind: Wenn sich die Luftwaffe eines Landes der interessierten ├ľffentlichkeit pr├Ąsentiert, so sind deren Flugvorf├╝hrungen stets ein besonderer Publikumsmagnet. Eine Reihe von Staaten, wie etwa Frankreich (ÔÇ×Parouille de FranceÔÇť), Gro├čbritannien (ÔÇ×Red ArrowsÔÇť), die USA (ÔÇ×ThunderbirdsÔÇť und ÔÇ×Blue AngelsÔÇť), Spanien (ÔÇ×Patrulla AguilaÔÇť), T├╝rkei (ÔÇ×Turkish StarsÔÇť) und sogar die kleine Schweiz (ÔÇ×Parouille SuisseÔÇť) unterhalten zu diesem Zweck eigene milit├Ąrische Kunstflugstaffeln. Traurige Ber├╝hmtheit haben 1988 die italienischen ÔÇ×Frecce TricoloriÔÇť durch den f├╝rchterlichen Unfall beim Flugtag auf dem US-St├╝tzpunkt Ramstein erlangt und ich war total verbl├╝fft, als ich beim Besuch des Parco Tematico dell' Aviazione, eines Luftfahrtmuseums unweit von Rimini vor den, auf dem dortigen Freigel├Ąnde als besondere Attraktion ausgestellten Tr├╝mmern der in Ramstein verungl├╝ckten Maschinen des Typs Aermacchi MB-339 gestanden bin. In Deutschland w├Ąre so etwas undenkbar! Man stelle sich nur das pazifistische Gepl├Ąrre hierzulande vor! Doch nicht nur die italienischen ÔÇ×Dreifarbigen PfeileÔÇť hatten bei ihren Vorf├╝hrungen schon fr├╝her Ungl├╝cksf├Ąlle zu verzeichnen, sondern auch die Kunstflugstaffeln der Franzosen, der Briten und der US-Amerikaner; dennoch stand deren Aufl├Âsung in diesen L├Ąndern nie ernsthaft zur Debatte. Das bislang schwerste Ungl├╝ck dieser Art mit 85 Toten (Ramstein: 71 Tote) und weit ├╝ber 100 Schwerverletzten geschah 2002 bei einer Air-Show nahe Lemberg (Lwiw), als eine russische Suchoi Su-27 der ukrainischen FalkenÔÇť in die Zuschauer st├╝rzte.
Aber zur├╝ck zum Tag der Bundeswehr: In vielen Staaten gab und gibt es spezielle Tage, welche den Streitkr├Ąften gewidmet sind, so im kommunistischen China, in den USA (Armed Forces Day), in Polen, in Bulgarien, in der Ukraine, in Wei├črussland oder in Kasachstan. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 war der ÔÇ×Tag der SowjetarmeeÔÇť am 23.Februar sogar ein gesetzlicher Feiertag! Im heutigen Russland hei├čt dieser Tag ÔÇ×Tag des VaterlandsverteidigersÔÇť und ist immer noch arbeitsfrei. Selbstverst├Ąndlich durften da die SED-Kommunisten in der DDR nicht hinter den ÔÇ×FreundenÔÇť von der Moskwa zur├╝ckstehen! Hier bildete seit 1957 der 1. M├Ąrz als ÔÇ×Tag der Nationalen VolksarmeeÔÇť(NVA) jeweils den kr├Ânenden Abschluss der so genannten Woche der Waffenbr├╝derschaft (mit den anderen Ostblock-Armeen). Im Rahmen dieser Festwoche wurden milit├Ąrische Appelle in den Betrieben, Schulen und Kinderg├Ąrten (!) abgehalten, ja sogar regelrechte ÔÇ×Pionierman├ÂverÔÇť veranstaltet, wobei mit Pionieren hier nicht etwa die gleichnamige Waffengattung gemeint ist, sondern die politische Massenorganisation ÔÇ×Ernst Th├ĄlmannÔÇť f├╝r Kinder in der DDR (das Ganze nannte sich ganz offiziell ÔÇ×vormilit├Ąrische AusbildungÔÇť). Alles schon vergessen? Wer sich heute bei uns ├╝ber den gelegentlichen Besuch eines Bundeswehroffiziers in einer der oberen Klassen einer Realschule oder eines Gymnasiums aufregt, sollte sich auch einmal daran erinnern! Ich habe diese Chose gewisserma├čen hautnah von meiner Kommunisten-Verwandtschaft in Naumburg, Halle und Bitterfeld mitbekommen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie mir meine vier Jahre ├Ąltere Cousine Marianne voller Stolz von ihren Erfolgen beim Schie├čen als FDJ-Aktivistin geschrieben hat (um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich war richtig neidisch, weil es bei uns in der Bundesrepublik diesen vormilit├Ąrischen Zirkus nicht gab); mir braucht diesbez├╝glich niemand die Welt zu erkl├Ąren! Und ich erinnere mich auch noch an zwei Plakatw├Ąnde in der DDR in den 1960-er Jahren. Auf dem einen Plakat┬áwar eine Mutter abgebildet, die ihre Arme sch├╝tzend um ihre Kinder legt, w├Ąhrend ├╝ber ihr der westdeutsche Bundesadler kreist. Der Text dazu lautete: ÔÇ×Eltern, wacht ├╝ber das Leben eurer Kinder! K├Ąmpft gegen die Wehrpflicht von Bonn!ÔÇť und - nur wenige Meter davon entfernt - auf dem zweiten Plakat, das einen d├Ąmlich grinsenden NVA- Soldaten zeigte, stand geschrieben: ÔÇ×Nationale Streitkr├Ąfte bedeuten f├╝r kein Volk der Welt eine Gefahr. Sie dienen nur zum Schutz unserer neuen┬ádemokratischen Errungenschaften!ÔÇť Frage: Sind wir Deutsche bereits so verkalkt oder vertrottelt, dass wir uns daran nicht mehr erinnern k├Ânnen?

Postskriptum: Die Fotos von den o.g. Plakaten befinden sich noch heute in meinem Fundus. Im ├╝brigen k├Ânnen die vorgenannten Angaben in Wort und Bild durch die Erzeugnisse des ÔÇ×Milit├Ąrverlages der Deutschen Demokratischen RepublikÔÇť - VEB Berlin, so z.B. durch das Taschenbuch "Milit├Ąrpolitik und Wehrpflicht" vom┬áJuni 1967 oder das B├╝chlein "Wehrpflicht - Warum, wann, wie und wo" von 1974,┬áverifiziert werden.

Kommentare  

# Feindbild BundeswehrOtfried Schrot 2016-06-29 10:27
Die Chefin der Linkspartei in Bayern tr├Ąumt einen sch├Ânen Traum, aber der wird erst an dem Tage Wirklichkeit werden, an dem wir der Menschheit einen gewaltlosen "Ersatz f├╝r den Krieg" vorschlagen und die Menschheit diesen Ersatz akzeptiert,wie ich es in meinem Buche "Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt" beschrieben habe. Allerdings m├╝ssen die Machthaber der Welt erst einmal auf dieses Verfahren aufmerksam gemacht und von ihm ├╝berzeugt werden, und der Widerstand der R├╝stungsindustrie gegen diese ihren Profit schm├Ąlernde Methode, Konflikte zu l├Âsen, muss ├╝berwunden werden.

Flugschauen dienen der Befriedigung des Sensationsbed├╝rfnisses der Menschen wie in der Antike Gladiatorenk├Ąmpfe im Circus Maximus in Rom.Dabei flie├čt eben ab und zu auch mal Blut, was eine sensationsl├╝sterne Menge in Kauf nimmt.Ein Wegweiser in die Zukunft der Menschheit sind solche Veranstaltungen nicht.Kriege kosten Geld, was f├╝r die Befriedigung der ganz normalen Bed├╝rfnisse der Menschheit fehlt.

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