Willkommen auf der Buergerredaktion   Hier Klicken ! Willkommen auf der Buergerredaktion Klicken Sie bitte auf das Lautsprechersymbol, um den markierten Text vorgelesen zu bekommen! Powered_By GSpeech
Mitstreiter schicken ihre Leserbriefe. Mitstreiter an uns und an ihre Zeitung.
Werbung


Donaukurier vom 05.06.2016, Titel "Weitere Ingolstädter Kommodore"

Ein Ingolstädter im  steilen Aufstieg - im Eurofighter (DK v. 30.06.2016)

Um ganz genau zu sein. Die Übernahme des Kommandos über das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund durch Oliver Spoerner am 1. Juli 2016 war keine Premiere. Er ist bereits der dritte gebürtige Schanzer, dem das „königliche Amt“ eines Geschwader-Kommodore übertragen wurde.

Erster in der Reihe war der 1915 in Ingolstadt geborene Josef „Pips“ Priller, der im Januar 1943 mit der Führung des Jagdgeschwaders 26 betraut worden und der im Mai 1945 in alliierte Gefangenschaft geraten war; bis dato hatte er 101 Feinflugzeuge abgeschossen und war dafür unter anderem mit den Schwertern und dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden. Bekannt wurde Oberst Priller durch seinen „Solo-Einsatz“ gegen die alliierte Landungsflotte in der Normandie am 6.Juni 1944. Für den Film „Der längste Tag“, einem der aufwändigsten Kriegsfilme aller Zeiten, war Priller von den amerikanischen Produzenten als Berater hinzugezogen worden. Meiner Erinnerung nach hatte sich Oberst Priller seinerzeit sogar im „Goldenen Buch“ seiner Geburtsstadt verewigen dürfen - oder müssen. Nach Kriegsende fehlte, nebst einigen anderen Blättern, plötzlich auch dieses Blatt; Vergangenheitsbewältigung à la Stadt Ingolstadt.......(erstaunlich, dass der „Totentanz“ des Künstlers Oskar Martin-Amorbach in der Aussegnungshalle unseres Westfriedhofs noch immer existiert). In Fürstenfeldbruck und in Augsburg jedenfalls sind nach Josef Priller Straßen benannt.

Der zweite, gebürtige Ingolstädter, dem das Kommando über ein Luftwaffengeschwader anvertraut worden ist, ist der heutige Oberst im Luftwaffenführungskommando in Köln-Wahn, Markus Krammel. Nach seiner Ausbildung zum Offizier und zum Strahlflugzeugführer in Fürstenfeldbruck, in Sheppard Air Force Base (USA) und Cottesmore (England), sowie Einsätzen über Ex-Jugoslawien und einer Tätigkeit als Referent und Pressesprecher im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in Berlin, war der Sohn eines Ingolstädter Ausbildungs-Lokführers der Deutschen Bundesbahn im August 2010 nach vorgängiger Umschulung auf den Eurofighter - zum Kommodore des Jagdgeschwaders 71 „General Steinhoff“ in Laage bei Rostock ernannt worden. Dieses Geschwader hat Oberst Krammel bis zu seiner Versetzung in das Luftwaffenführungskommando im Oktober 2012 mit Umsicht, mit Weitsicht und mit jener Portion „Fortune“ geführt, ohne die - nach einem Ausspruch Napoleon Bonapartes - selbst der tüchtigste Offizier und Soldat erfolglos bleiben muss.

Und so ist auch dem frischgebackenen Kommodore des Richthofen-Geschwaders für seine neue Aufgabe dieses Glück des Tüchtigen zu wünschen!

Bilder:

Oberst (damals noch OTL) Markus Krammel (rechts) anlässlich der Kommandoübernahme in Laage.

(Quelle: Luftwaffe/ Cornelia Koch)

Oberst Josef Priller

( Quelle: Hildegard Leitmeier, geb. Priller )

Um zu kommentieren, müssen Sie in Ihrer Sprache registriert und angemeldet sein

Additional information

Idee, Design, Programm und Copyright  ©2016 by Michael Maresch



Hier Klicken ! Klicken Sie bitte auf das Lautsprechersymbol, um den markierten Text vorgelesen zu bekommen! Powered_By GSpeech