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Jugendliche beklagen Generalverdacht   – Bericht von der Stuttgarter Zeitung –  Zentralredaktion – vom 3. 8. 2016 - Corinna Meinke

 

Willkommen in der Ferienzeit, möchte man C. Meinke zu ihrem Bericht und Kommentar über die frühere Jugendarbeit bis 30. 6. 2015 in Rechberghausen zurufen. Leider hat sie nach einer Teilrecherche aufgegeben und verbindet Klagen der Jugendlichen über Polizeikontrollen  mit mangelnder Begleitung der Jugendlichen durch Profis. Dabei hat man sich auch in der jüngsten Vergangenheit immer wieder in Jugendversammlungen bemüht, einen Jugendtreff, besetzt mit einer Sozialpädagogin, den Jugendlichen „schmackhaft“  zu machen. Übrigens hat man auch seit einigen Jahren einen Sozialpädagogen an der Schurwaldschule – Realschule mit Werkrealschule- eingestellt. Das sind doch die Profis, welche die Redakteurin in ihrem Kommentar „vermisst“.

Nun soll es also gleich mehrere Delikte im Jugendbereich gegeben haben. Die gab es immer und das ist in der Tat bedauerlich, jeder Vorfall ist zu bedauern.  Dass bei bekannter polizeilicher „Kundschaft“ auch mal keine oder zu wenig Jugendarbeit ankam , kann man nicht bestreiten. Aber am Lebenslauf der Dame mit 26, welche bei der Kontrolle mit einem Klappmesser angetroffen wurde, wäre wohl ein Blick in den Lebenslauf hilfreicher. Rechberghausen und die Nachbargemeinden  verfügen ganz überwiegend über eine vergleichsweise sozial stabile Bevölkerungsstruktur. Es gibt aber auch sozial schwache und vergleichsweise wenige Personen mit Migrationshintergrund. Aber: Auch Jugendliche aus sogenannten guten Häusern sind  auf Abwegen anzutreffen. Ich habe hin und wieder gestaunt, wenn ich zwölfjährige nachts gegen 3.00 Uhr nach Hause geschickt habe. Auch als ehemaliger Bürgermeister darf ich feststellen, dass mir unsere Jugendlichen immer wichtig waren.

 

Die Gleichung Jugendhaus und alles ist gut, wie sie auch von anderen Beteiligten noch reflexartig verstanden wird, habe ich seit längerem nicht mehr geteilt. Wer will denn von den heutigen Jugendlichen erwarten, dass diese noch in ein Jugendhaus kommen? Das kann ich auch gut verstehen. Bei der letzten Jugendversammlung, ich meine 2013, hat die zuständige Mitarbeiterin viele Jugendlichen – alle wurden schriftlich eingeladen- händeringend darum gebeten, die von unseren Profis vorbereitete Versammlung zu besuchen. Wir waren damals  glücklich, dass etwa 40 Schüler-innen kamen. Die Frage, würdest du einen Jugendtreff besuchen, beantworteten alle durchweg negativ.  Deshalb wurde der Beschluss gefasst, zeitweilig z. B. an drei Abenden zum Wochenende hin Streetworker einzusetzen. Die Jugendlichen sind mobil, da hilft vor allem mobile Jugendarbeit! Die von der Redakteurin genannten Organisationen konnten leider kein personelles Angebot  für dieses wichtige Zeitfenster unterbreiten. Also wäre eine Teilzeitausschreibung für diesen Bedarf richtig gewesen.

Die Initiative Engenlauch konnte auch nicht „liefern“, immerhin kommen viele Jugendliche von dort zu uns, wie auch aus dem halben Landkreis. Diese Jugendlichen und junge Erwachsenen  waren uns immer willkommen, denn Rechberghausen hat viele attraktive Plätze und bietet viele Begegnungsmöglichkeiten, abseits von polizeilichen Delikten.

 

Reiner Ruf Rechberghausen

Bürgermeister a. D.

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