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Abendzeitung München vom 26.10.2016, Seite 22, Titel "Die Magie des Verhüllens"
Die Magie des Verhüllens

 

Die Vieldeutigkeit des Schleiers oder des sich Verhüllens ist offensichtlich in den Hintergrund gerückt. Zu präsent ist das Kopftuch als Symbol der Unterdrückung des Weibes geworden.

Das "Weib" - im neuhochdeutschen die Verhüllte - trug vor 3000 Jahren im damaligen Assyrien den Schleier, um sich vor den Blicken der Menschen aus der Unterschicht zu schützen..

Auf der Arabischen Halbinsel verhüllte man sich schon vor über tausend Jahren, so konnte man das Austrocknen des Körpers verhindern. Auch von Männern getragen, war das Kopftuch ein soziales und politisches Statement und stark mit der Tradition verhaftet.

 

Auch in Europa in der christlichen Antike war das Kopftuch Sitte. Verheiratete Frauen drückten ihren Status damit aus - immerhin war sie "unter der Haube", das sollte jeder sehen! Auch beim Kirchgang trug man noch in den 60er Jahren einen Schleier oder das Kopftuch, um Demut vor Gott und der Kirche auszudrücken.

 

Und heute verschleiern wir uns allzu gerne wenn wir heiraten - übrigens ein bezaubernder Brauch, um letztlich das Besondere vom Alltäglichen zu trennen.

 

 

K: Seit so viele Muslime Schutz bei ums suchen und wir verstärkt mit dem Anblick verschleierter Frauen konfrontiert sind, herrscht aggressive Ablehnung gegen die vermeintlich Unterdrückten. Mir ist der scheele Blick auf die Tradition des Verhüllens zu einseitig interpretiert. 

Bei der Gelegenheit frage ich mich, warum der lange Vollbart, der gerade so stolz von jedem zweiten europäischen Mann getragen wird, keinen Anstoß erregt. Immerhin ist er das Erkennungsmerkmal der Dschihadisten....

 

I:  Da wird wohl mit zweierlei Maß gemessen. Unseren Männern soll gestattet sein, ihre Bärte frei von jedem symbolischen Makel zu tragen - sie entscheiden unvoreingenommen, wie sie den Gesichtsschmuck modisch interpretieren und distanzieren sich selbstbewusst vom Alleinstellungsmerkmal der IS. 

Wie gewöhnlich wird bei den Kopftuchträgerinnen Unterdrückung diagnostiziert, ob sie wollen oder nicht...und gleich eine politische Debatte daraus.

 

K: Ich vertraue der Vernunft und Weitsicht unserer Mitmenschen und bald werden die Kreativen die Kultur des Verschleiern aufgreifen, modifizieren und zum neuesten Trend erklären.

Ich finde es übrigens sehr sinnlich, wenn eine Frau ihr Ensemble mit einem feinen Tuch, auch gerne übers Haar oder um den Mund geschwungen, veredelt.

 

I:  Oft genug bekommen wir mehr von jemanden zu sehen, als uns lieb ist, auf offener Strasse. 

                                           www.derblogkater.com

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