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„Da Mensch is a Sau!“ hat der unvergessene österreichische Schauspieler und Schriftsteller Helmut Qualtinger (1928 - 1986) in einer seiner Paraderollen mit unnachahmlichem Wiener Slang rezitiert. Prophetische Worte, denn Qualtinger konnte den Jan Böhmermann ja gar nicht gekannt haben, da er bereits zu einer Zeit verstorben ist, als Böhmermann in Bremen noch in die Windeln geschissen hat........und ein Audi-Arbeiter - sicher weniger gebildet, wie der „Satiriker“ Böhmermann sich einbildet, es zu sein - hat es am Ingolstädter Viktualienmarkt auf den Punkt gebracht, als er meinte: „Nicht einmal die größte Fabrik-Schlampe würde solche Worte in den Mund nehmen, wie dieser Böhmermann!“ Der CDU-Abgeordnete Detlef Seif indes hat es sogar gewagt, das so genannte Schmähgedicht des Jan Böhmermann über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in seiner vollen epischen Länge und Breite im Deutschen Bundestag zu verlesen, „damit man weiß, was da eigentlich gesagt worden ist“ - so die Begründung des Christdemokraten. Aus dem Gezeter, das sich daraufhin im Plenarsaal des Hohen Hauses erhob, hätte man schließen können, daß soeben einer Klasse von Klosterschülerinnen eine Lesung aus dem indischen Kamasutra zu Gehör gebracht worden ist. So zeigten sich etwa die Abgeordneten von SPD und GRÜNEN von der Verlesung des Böhmermann-Textes „peinlich berührt“; auf die kinderpornographische Sammelleidenschaft ihres Kollegen Sebastian Edathy hatten sie seinerzeit nicht so empfindlich reagiert. Eine pure Heuchelei! Als ob von den Damen und Herren „Volksvertretern“ nicht jede Einzelne bzw. jeder Einzelne längst den besagten Text gekannt hätte! (Selbstverständlich nur aus rein beruflichem Interesse! - das hat damals der Abgeordnete Edathy auch zu seiner Verteidigung behauptet). Es war schon richtig, daß der CDU-Abgeordnete Seif „Butter bei die Fische“ gegeben und dieses „Gedicht“ auch dem gemeinen Wählervolk zur Kenntnis gebracht hat. Jetzt kann sich jeder von uns seinen eigenen Reim darauf machen (um im Bilde zu bleiben), wes‘ Geistes Kind jemand sein muß, dem so ein perverser Schwachsinn einfällt. Mit dem grundgesetzlich garantierten Recht auf freie Meinungsäußerung hat das jedenfalls nichts mehr zu tun! Eine Sauerei ist und bleibt eine Sauerei, auch wenn versucht wird, sie unter dem Deckmantel der Kunstform „Satire“ unter die Leute zu bringen. Und, daß sich ein Gremium wie der Deutsche Bundestag mit so einem Dreck befassen muß, zeigt, wie tief wir in Deutschland schon gesunken sind. Immerhin: Für Böhmermann, dessen beruflicher Marktwert - wie bei allen Typen in diesem Genre - von seinem Bekanntheitsgrad abhängt, dürfte sich die Sache auszahlen, womit wir bei Bert Brechts Dreigroschenoper wären: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral!“(vom Anstand ganz zu schweigen, das ist für gewisse Herrschaften ohnehin ein Fremdwort). .

Kommentare  

# Fäkalsprache im BundestagAlois Sepp 2016-05-17 11:11
Absolut richtig ausgedrückt. Leider ist es ja heute schon so, dass so mancher jüngere Abgeordnete mit der "Fäkalsprache" durch Funk, Fernsehen wie auch die Druckmedien aufgewachsen ist. Vermute auch mal, dass es in der Kindersstube schon so manches Defizit gegeben hat. Also woher sollen die noch das gegenseitige Miteinander und die ebenso gegenseitige Achtung mitbekommen haben? Diese Frage stellen sich inzwischen viele Bürger und Wähler!
Hinzu kommt obendrein noch die Arbeitsauffassung der verschiedensten Parlamentarier, die sich in vielen verwaisten Sitzplätzen im Plenarsaal darstellt.
# Fäkalsprache im BundestagOtfried Schrot 2016-05-18 22:11
Was tut eigentlich der Bundestagspräsident?Er hat als Herr der Plenarsitzungen doch das Recht, einem Abgeordneten das Wort zu entziehen oder des Saales zu verweisen.Freiheit ohne Grenzen ist wie ein Garten ohne Zaun: es wuchert von draußen nach drinnen und von drinnen nach draußen.Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass Satire alles darf, aber man muss auch mit den Folgen rechnen, die möglicherweise nicht unter Kontrolle zu bringen sind (Je suis Charly).
Dem Bundestagspräsidenten sei empfohlen,die Vorschriften für den Ablauf der Plenarsitzungen des Bundestages einer Straffung zu unterziehen.

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