.    Die Bürger red! Aktion  Home of Leserbrief

SymbolBenutzer SymbolAdressenschw SymbolA Zschw SymbolA Zschw SymbolSuchen SymbolMenue

Für den Erhalt der demokratischen Meinung:

↓Hier↓       Ihr Leserbrief.        ↓Hier↓

Dauerhaft lesbar. Nicht gekürzt. Unzensiert. Kostenlos.

 

NEU:  Die beliebtesten:
Schlagwörter Leserbriefe

15 Autoren: Neue Leserbriefe im Überblick

  • Nachhaltigkeits Ökonom Helmut Federmann
    Samstag, den 27. Juni 2026

    Federmann

    Dem "Frankfurter Inteligenzblatt" - der "FAZ" -  fällt zu diesem Thema nur die Feststellung und die Aufforderung an seiner Leserinnen  ein: 

    Hitzewelle: Deutschland muss sich an diese Temperaturen gewöhnen 

    Der  Verfasser des Artikels übt sich in der stereotypen Wiederhölung altbekannter Aussagen über die "Verdrängungsgabe" der  Menschen und der unterschwellig suggerierenden Ansicht, dass " manche Freunde der Apokalypse behaupteten, dass das Wetter jeden Tag extrem sei,  und ja natürlich , dass  das...

    Weiterlesen: Die Hitzewelle..... it´s `physics, you`re stupid....

  • Joachim Zieseler
    Dienstag, den 23. Juni 2026

    Die Steuern sprudeln - trotz Demografie, Wirtschaftsflaute - wie geht das zusammen?

    Die Steuereinnahmen in Deutschland beliefen sich im Jahr 2025 auf insgesamt rund 989,8 Milliarden Euro (vor der Steuerverteilung). Dies entsprach einem Zuwachs von etwa 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Von dieser Summe entfielen rund 415,3 Milliarden Euro auf die Bundesländer, 388,7 Milliarden Euro auf den Bund und 150,9 Milliarden Euro auf die Gemeinden.Quelle: Statistisches Bundesamt. Das sind gerade...

    Weiterlesen: Die Steuern sprudeln

  • Peter Ahrend
    Sonntag, den 21. Juni 2026

    Die politische Entwicklung in Deutschland wirft zunehmend schwerwiegende verfassungs- und sozialrechtliche Fragen auf. Während die Bundesregierung Milliardenbeträge für Rüstungsausgaben bereitstellt und Waffenexporte genehmigt, bleibt die mutmaßliche Beteiligung ukrainischer Akteure an der Sabotage der Pipeline Nord Stream 2 – einem Angriff auf kritische Infrastruktur im Eigentum deutscher Unternehmen – politisch wie rechtlich weitgehend ungeklärt. Dies steht im Widerspruch zu den staatlichen...

    Weiterlesen: Politische Entwicklung in Deutschland

  • Uwe Reetz
    Mittwoch, den 17. Juni 2026


    ReetzUwe350

    Wie wir unsere Souveränität ans Wahlkreuz nageln

    Das Kreuzchen auf dem Wahlzettel ist das modernste Sakrament unserer Zeit. Es ist ein Akt religiöser Hingabe in einer entzauberten Welt, in der wir den Glauben an uns selbst verloren haben und ihn nun in den Institutionen suchen. Wir ziehen in die Wahlkabine wie in einen Beichtstuhl, setzen unser Kreuz – unser ganz persönliches Jesuskreuz – und glauben allen Ernstes, wir würden damit die Welt erlösen. Doch die bittere Wahrheit ist: Wir nageln damit...

    Weiterlesen: Das Kreuz der Ohnmacht: Ⓚ (+1 neuerer Brief)

  • Werner Hartmann
    Dienstag, den 16. Juni 2026

    Auf den Artikel: Nichts "heikle" Mission, vom Di. 16.6.26

    Ich las den Bericht und fragte mich, was daran "heikel" gewesen sein soll, wenn Menschen zusammen beten. Hier ging es nicht um etwas Politisches oder Gesellschaftskritisches, sondern eher um etwas Völkerverbindendes. Ich finde es großartig und mutig, wenn der Spieler Nmecha, der das 1. Tor für Deutschland schoß, nach dem Spiel (freiwillig und spontan) zu einem gemeinsamen Gebet aufrief. Auf dem Platz waren sie Gegner, jetzt waren sie im...

    Weiterlesen: Westfalenblatt: Nichts "heikle" Mission

  • Erwin Rohleder
    Dienstag, den 16. Juni 2026

    Rohleder250

    „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

    Ist es Würde, wenn ein Mensch wegen seinen angeborenen Fähigkeiten nur ein Platz in einem Berufszweig finden kann, der in unserer Gesellschaft nur geringe Wertschätzung erhält?! Welches sich dann auch in der mäßigen Vergütung widerspiegelt. Auf welchen Tätigkeitsbereich kann denn aber eine funktionierende Gesellschaft verzichten? Sind denn da nicht alle wichtig?! Wo findet man denn hier die Würde dieses dort tätigen Menschen? In unserem so...

    Weiterlesen: Die Würde des Menschen ist unantastbar! (16.06.2026) Ⓚ

  • Clarissa Borcherding
    Dienstag, den 16. Juni 2026

    Hallo? Welche Urteile ermöglicht Kunst zu Frauenrechten und Grundgesetz?

    Ich hätte die Ausstellung gerne besucht, so stand ich bereits gemeinsam mit meinem Sohn mit einem Zeitungsartikel und einem selbst verfassten Fachessay vor ein paar Jahren vor Schloss Bellevue. In meiner Kindheit war Hape Kerkelings legendärer Besuchsversuch verkleidet als Beatrix in aller Munde. Ich hatte allerdings ein ernstes Anliegen und bat meinen Sohn einen Film zu machen, was dieser fürchterlich peinlich fand....

    Weiterlesen: Zeit: „Hilfe, wir haben den Präsidenten geschrumpft“

  • Dr. Wolfram Euler
    Montag, den 15. Juni 2026

    Betr.: SEV-"Service" der Deutschen Bahn

    Wenn man etwa von Solln nach Starnberg mit der S 7 und S 6 fährt, befindet man sich im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn. Seit einigen Tagen fährt statt der S 6 ein "Schienersatzverkehr" von München nach Starnberg. Dann ergeben sich beim Umsteigen an der Donnersberger Brücke Probleme: Wenn man von dort auf die Westseite der Brücke gelangen will, gab es bislang einen schmalen, bunkerartigen Durchgang - der aber jetzt am Wochenende versperrt war. Nach...

    Weiterlesen: SEV-"Service" der Deutschen Bahn

  • Gerd Büchner
    Montag, den 15. Juni 2026

    Der Wahnsinn Methode, irgendwie muss man die Boomergeneration loswerden, die sind eine Belastung für das System, kosten nur Geld. Diese haben aber Jahrzehnte malocht und einbezahlt, also müsste die Kasse voll sein, das Problem Rettungsdienst dürfte es dem zu Folge gar nicht geben. Liebe Herren Politiker wo ist die Kohle? Hat der Notarzt 1000€, der Rettungssanitäter 700€,der Fahrer 500€ Stundenlohn oder sind die Einsatzfahrzeuge,  Lamborghini, Ferrari und Bugatti??? Wohl kaum, das sind in der...

    Weiterlesen: Liebe Leute es wird langsam Zeit dass der Bürger aufbegehrt Ⓚ

  • Alfred Kastner
    Samstag, den 13. Juni 2026

    Kastner400

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    und hier sind sie wieder: Die Top Ten der Regensongs.
    Rausgefallen sind in dieser Woche "Rain in May" von Max Werner und "November Rain" von Guns n Roses. Schließlich haben wir bereits Juni, und es regnet immer noch.

    Neueinsteiger in die Top Ten, passend zur aktuellen Fußball-WM mit Co-Gastgeber USA: "It never rains in Southern California" von Albert Hammond. Man könnte direkt neidisch werden.

    Ein kleiner Joke zwischendurch: Im BR lief vor kurzem eine...

    Weiterlesen: Zum Sommer (13.06.2026) Ⓚ (+5 neuere Briefe)

  • Ulrich J. Heinz
    Freitag, den 12. Juni 2026

    zu (Anti)Feminismus in Heft 3 der 'E&W. (Mitglieder-)Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW'. 

    Soeben erschienen in Heft 06/2026. Gekürzt, u.A., da Umfanggrenze 1.200 Zeichen um 100 überschritten.

    Austauschbares Anti

    Die Schilderungen zu Anti-Feminismus mögen zutreffen. Doch manche Aussagen zu Beweggründen und Gedankenführung bleiben gleichartig stimmig, wenn man patriarchal durch feministisch ersetzt. Und manch feministisches Auftreten, öffentlich und hochschulisch, schafft sich sein Anti...

    Weiterlesen: (Anti)Feminismus (gedruckt)

  • Wolfgang Theine
    Mittwoch, den 10. Juni 2026

    TheineWolfgang350

    Dieser Leserbrief wurde am 10.06. ungekürzt in der Mittelbyerischen Zeitung veröffentlicht.

    Zum Artikel der süddeutschen Zeitung: Aufregung um die angebliche Rente mit 70 vom 22.05.2026

    Das ist ja ein klassisches "Deja vue": Die "Bildzeitung" berichtet in schönster "Bildmanier" Unwahrheiten und tritt damit eine Debatte los, welche bewusst dazu beitragen soll, die Bevölkerung noch mehr zu verunsichern und der Regierungskoalition einen weiteren Sargnagel zu verpassen. Genauso wie es damals bei...

    Weiterlesen: SZ: Aufregung um die angebliche Rente mit 70 (gedruckt)

  • Oskar Georg Siebert
    Montag, den 08. Juni 2026

    50 Jahre in Deutschland und dennoch immer noch ein „Ausländer“.
    (Ein Rückblick als deutscher Flüchtling über die wahre Demokratie, Menschenrechte, Integration, Inklusion, Gerechtigkeit aber auch die Grundrechte Bundesrepublik Deutschland.)

    Um der Verfolgung, Diskriminierung und der Macht des tschechoslowakischen Staatssicherheitsdienstes, sowie der korrupten „kommunistischen Justiz“ zu entfliehen, emigrierte ich am 15. Juli 1976 – also vor 50 Jahren - aus der Tschechoslowakischen...

    Weiterlesen: 50 Jahre in Deutschland und dennoch immer noch ein „Ausländer“. Bericht . (+2 neuere Briefe)

  • Dr. med. Helge Scheibe
    Donnerstag, den 04. Juni 2026

    Dr. Helge Scheibe

    Die Reaktionen deutscher Politiker zeigen den Kleingeist, der in Deutschland  herrscht. Deutschland hatte lange genug einen Sitz im Sicherheitsrat, aber wir haben ihn nicht gepachtet. Kleinere Staaten warten Jahrzehnte auf einen Sitz. Und die ganze Welt hat gesehen, dass Deutschland mit Frau Baerbock nicht die qualifizierteste Kandidatin bei der letzten Wahl aufgestellt hatte, sondern diejenige, die am gierigsten nach diesem Posten gegriffen hat. Dazu kommt, dass Frau Baerbock meinte, die Welt mit...

    Weiterlesen: Verlorene Wahl in den UN-Sicherheitsrat Ⓚ (+1 neuerer Brief)

  • Ingrid Gnau
    Donnerstag, den 04. Juni 2026

    HNA zur Kritik der Inszenierung der Deutsche(n) Symphonie von Hanns Eisler HNA v. 1.6.2026

    Diese Kunst verändert die Welt nicht

    Nach der wohlwollenden Kritik der genannten Aufführung von Bettina Fraschke habe ich die Vorstellung selbst besucht. Dabei habe ich mich gelangweilt wie noch nie zuvor im Kasseler Staatstheater. Was sollte dieses Stück wohl vermitteln? Was hatte ich übersehen? Also nahm ich im Anschluss die Kritik wieder zur Hand. Da stand: „Die Botschaft (bleibt) zu unübersichtlich...

    Weiterlesen: HNA: Zur Kritik der Inszenierung der Deutsche(n) Symphonie von Hanns Eisler

Lieber Herr Maresch,

ich wollte Sie nicht verunsichern. Sie handhaben das schon seit vielen Jahren so und sehen sich damit auf der Erfolgsspur, also gibt es wohl tatsächlich keine Gründe, etwas an Ihrem Konzept zu ändern. Auch ich werde Sie ja weiterhin gelegentlich veröffentlichen.

Sie dürfen meine Mail gern veröffentlichen, wenn Sie das meinten mit "Briefe zum Thema in die Bürgerredaktion stellen".

Auch die Sache mit dem Blogtalk habe ich noch nicht vergessen.

Freundliche Grüße

 

 

Ihr Bronski

FR-Leserbriefredaktion

 


Von: Michael Maresch [Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]
Gesendet: Mittwoch, 15. Mai 2013 19:12
An: Bronski
Betreff: Fwd: AW: Leser am Gängelband
 
Zwei Dinge noch, Herr Bronski,
 
ich denke, wenn ein Briefschreiber es schafft, sich so ins Herz von vielen Entscheidern zu schreiben, dass die ihn dauernd drucken, erreicht er 1. sicher auch deren Leser und 2. ist es dann egal ob der aus Buxtehude schreibt.
Außerdem will ich, wenn Sie keinen Einwand haben, die Briefe zum Thema in die Bürgerredaktion stellen.
 
Jetzt, denke ich, habe ich zu diesem Thema fertig.
 
Gruß

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: Michael Maresch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Datum: 15. Mai 2013 18:47:00 MESZ
An: Bronski <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Betreff: Re: AW: Leser am Gängelband

 
Hallo Herr Bronski,
ich stimme in allen Aussagen mit Ihrer Meinung überein. Zwei, drei Redakteure haben die Zeichen der Zeit erkannt und handeln danach. Zu den gehören Sie.
Zu den allgemein gehaltenen Briefen bitte ich um Nachsicht. Wenn man 15 Jahre massenhaft in Zeitungen gedruckt wurde die keine Diskussion zulassen, sucht man sich, jedenfalls ich, einen Weg zu mehr Einfluss, also zur Diskussion. Ich habe also München verlassen und festgestellt, dass ich in der ganzen Republik gedruckt werde. So what? Ich kann nicht alle Zeitungen die mich drucken lesen. Also die Bürgerredaktion als Angebot an Leser und Zeitungen, als überregionales Diskussionsangebot. Aber auch, durch das Nebeneinanderstehen von sehr vielen Briefen eines Autors, ein Angebot diesen Autor kennen zu lernen und sich mit ihm auseinander zu setzen.
Also ergänzenden Service und der Wunsch ein wenig aus der Anonymität des Leserbriefschreibens heraus zu treten. 
 
Viele Grüße

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am 15.05.2013 um 16:27 schrieb Bronski <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>:

 

Hallo Herr Maresch,

 

ich habe eigentlich zu wenig Zeit, um eine solche Debatte zu führen, aber andererseits kann und will ich Ihre kritischen Anmerkungen nicht einfach beiseiteschieben.

 

Zunächst einmal: Die Seite heißt Leserbriefe. Es geht um Briefe von Lesern, in diesem Fall einer Zeitung, die sich zu Inhalten ihrer Zeitung äußern. Das ist das ganz klassische Verständnis von Leserbriefseiten und impliziert, dass die Wortmeldungen der Leserinnen und Leser einen klaren Bezug zur Berichterstattung der Zeitung haben. Es geht dabei um Leser-Blatt-Bindung, es geht darum, Debatten zu führen, die von den Leserinnen und Lesern für relevant gehalten werden, und es geht darum, die Inhalte der Zeitung zu diskutieren. Das ist auch der Grund dafür, dass es bei der Diskussion zu Zeitverzögerungen kommt, denn auch jene Leserinnen und Leser, die nicht über Mail verfügen, sollen die Chance erhalten, an der Debatte teilzunehmen. Bei der FR ist es so, dass Leserbriefe zu einem bestimmten Artikel frühestens zwei Tage bis spätestens eine Woche nach dessen Veröffentlichung erscheinen.

 

Es liegt auf der Hand, dass die Leserinnen und Leser einer Zeitung wie der FR andere Haltungen zu bestimmten Themen haben als beispielsweise die Leserinnen und Leser der FAZ. Daher unterscheiden sich die Leserbriefseiten verschiedener Zeitungen stark und sind für die Zeitungen identitätsstiftend. Sie, Herr Maresch, brauchen uns nicht für so blöd halten, dass wir das nicht erkannt hätten. Diese Tatsache begleitet Zeitungsmacher, seit es Zeitungen gibt. Ich für mein Teil bekomme viel Feedback von den FR-Leserinnen und -Lesern, das mich in meiner Haltung bestätigt, dass die Leserbriefseite eine der wichtigsten Seiten der FR generell ist. Das sieht auch die Chefredaktion so, und deswegen wird es ab 1.6. deutlich mehr Platz für Leserbriefe in der FR geben.

 

Und hier entsteht das Problem, dass ich mit Ihrer Bürgerredaktion habe: Ihre Zuschriften sind eben nicht identitätsstiftend, weil Sie sie so verfassen, dass sie in so gut wie jeder Zeitung veröffentlicht werden können, die halbwegs kritische Meinungsäußerungen auf ihren Leserbriefseiten zulässt. Sie beziehen sich in Ihren Zuschriften nicht auf bestimmte Artikel einer Zeitung, die Sie diskutieren, sondern Sie äußern sich immer in einer grundsätzlichen Weise, die durchaus erkennen lässt, dass Sie einen eigenen Kopf haben, die aber keinen oder nur einen verschwindend geringen Bezug zu meiner Zeitung hat. Immerhin: Sie wollen erkennbar Debatten führen. Das will ich auch, das ist so was wie der kleinste gemeinsame Nenner zwischen uns. Deswegen veröffentliche ich hin und wieder Zuschriften von Ihnen. Dabei erwarte ich allerdings, dass Sie meine Arbeit verfolgen, indem Sie sich die Leserbriefseiten der FR ansehen und so am Diskurs teilnehmen, den Sie mit Ihren Zuschriften teilweise mit anstoßen. Wenn Sie das nicht tun, gilt für Ihr Schaffen das, was Sie den Machern von Leserbriefseiten vorwerfen: einmal abgesondert, stehengelassen, vergessen. Wenn Sie Debatten anstoßen, müssen Sie sie auch begleiten. Oder interessiert Sie, frei nach Adenauer, Ihr "Geschwätz" von gestern nicht mehr? Ich habe jedenfalls noch keinen Kommentar von Ihnen oder Herrn Klose im FR-Blog gelesen, obwohl ich gerade von Herrn Klose schon viele Zuschriften veröffentlicht habe.

 

Wir von der FR führen diese Debatten, indem wir Leserbriefe im FR-Blog online zur Diskussion stellen - in einem Ausmaß, das allerdings handhabbar bleiben muss, denn diese Diskussionen müssen, das sagt die Erfahrung, moderiert werden - und zwar durch einen einzigen Mitarbeiter, mich. Und so machen wir das schon seit sechs Jahren. Dass dieselben Leserbriefe nicht noch einmal auf FR-online.de veröffentlicht werden, bedarf dann keiner weiteren Erklärung. Darüber hinaus veröffentliche ich im FR-Blog zusätzliche Leserbriefe, die im Print keinen Platz gefunden haben - denn der ist in einer gedruckten Zeitung nun einmal naturgemäß begrenzt.

 

Dass es immer mal Kritik an meiner Leserbrief-Auswahl gibt, liegt in der Natur der Sache. Dabei gilt: Die Leserinnen und Leser selbst setzen das Hauptthema, und zwar durch die Zahl ihrer Zuschriften zu den unterschiedlichen Themen. Erzeugt ein Thema viel Nachhall, dann brennt es den Leuten unter den Fingern. Die Themensetzung ist also gewissermaßen Ergebnis einer Abstimmung. Ich bemühe mich dann darum, alle Facetten des Themas durch möglichst verschiedene Leserbriefe abzubilden. Es versteht sich von selbst, dass dabei nicht alle Leserinnen und Leser zum Zug kommen können. Doch dann klappt es für die Enttäuschten beim nächsten Mal. Einmal ist keinmal.

 

Zum Schluss möchte ich bei aller Kritik aber auch noch ein Lob loswerden: Ihr bürgerschaftliches Engagement ist aller Ehren wert, und ich hoffe, dass Sie sich nicht darin irre machen lassen werden, nur weil Macher von Leserbriefseiten, die vielleicht allzu eingefahren sind, Ihr Engagement nicht zu würdigen wissen oder gar davon genervt sind. In solchen Fällen sagen Sie sich bitte einfach: Es ist deren Job, Ihre Einmischung auszuhalten. Die werden dafür bezahlt.

 

Freundliche Grüße

 

 

Ihr Bronski

FR-Leserbriefredaktion

 

 

 

 


 

Von: Michael Maresch [Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]
Gesendet: Mittwoch, 15. Mai 2013 10:30
An: Bronski
Betreff: Fwd: Leser am Gängelband
 
Hallo Herr Bronski,
 
ich übersende Ihnen den Rohbau einer Arbeit die Ihre Frage zu beantworten sucht.
Schimpfen Sie mich ruhig.
 
Gruß

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: Michael Maresch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Datum: 15. Mai 2013 10:00:33 MESZ
An: Michael Maresch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Betreff: Leser am Gängelband

Wie die Zeitungen mit Bürgermeinung umgehen.

1. Die Süddeutsche Zeitung

Die SZ hat zwei Leserbriefbereiche. Einen im Hauptblatt, der drei bis vier mal pro Woche erscheint und einen im Lokalteil, der sporadisch gedruckt wird.
Die Leserbriefseite im Hauptblatt:
Schon beim Überfliegen der Seite fällt auf, dass sie in zwei Teile zerfällt: ein "Hauptthema" und "Weitere Leserbriefe". Das Hauptthema ist nie aktuell. In der Regel hinkt es dem täglichen Geschehen ein bis zwei Wochen hinterher. Zu Wort kommen in der Regel (bis zu 100%) Akademiker. Da wimmelt es nur so von Professoren und Doktoren. Wenn man es, als Normalsterblicher, geschafft hat, dort gedruckt zu werden, hat das was mit Ritterschlag zu tun.
Die SZ verlangt von ihren Leserbriefschreibern den Bezug auf einen bestimmten Artikel aus der Vergangenheit der SZ. Wenn man dann bei der Redaktion nachfragt, ob damit freie Leser nicht zu Jubelpersern degradiert werden, ob es dann nicht unmöglich sei, kreative, übergreifende, inhaltlich neue Briefe zu schreiben, rudert die Redaktion zurück und verzichtet auf den Themenbezug, um eine Woche später wieder darauf zu bestehen.
Fazit: Wenn Sie wollen, dass Ihr Brief im Themenbereich gedruckt wird, sollten Sie mindestens Prof.Dr.Dr. sein, sollten möglichst lange Briefe schreiben und sollten dabei keine neuen Ideen entwickeln, sondern den Ursprungsartikel loben oder schimpfen.

Etwas leichter ist es in der Unterrubrik "weitere Leserbriefe". Dort sind die Themen aktueller und ein bisschen ist diese Rubrik so wie sich Bürger Huber eine Leserbriefseite vorstellt: gescheit, öffnend, aktuell, anders eben.
Leider aber, ist der Platz, für eine so große Zeitung, einfach zu gering. Da passen vier, fünf Briefe rein, nicht zu lange, sonst wird gekürzt.

Fazit für die Leserbriefseite im Hauptteil der SZ: eine glatte fünf.

Die Leserbriefe im Lokalteil erscheinen sporadisch. Wer also Leserbriefe liebt, blättert zuerst mal durch, weil sie selten bis nie auf der Startseite angekündigt werden, aha, wieder nichts, und fängt dann u.U. zu lesen an.   
Sonst gibt es nichts auszusetzen. Alles was der Hauptteil vermissen läßt, ist dem Münchner Bürger gewährt.

Ich vergebe eine zwei.

Nachtrag: Die SZ veröffentlicht die Leserbriefe nicht im Internet. Dafür benachrichtigt sie die Schreiber, wenn sie ihren Brief gedruckt hat. Sehr löblich. Wir fügen der fünf und der zwei ein Plus hinzu.

2. Der Münchner Merkur

Schon der erste Eindruck entlockt dem geübten Leserbriefleser ein "Wow".
Eine ganze Seite! Regelmäßig ! Bilder möglich! Im Internet veröffentlicht, also jeder Brief diskutierbar!
"Der Kandidat hat 100 Punkte", möchte man rufen und ruft es auch lange.
Denn einen kleinen Wermutstropfen hat auch diese wunderbare Seite Bürgermeinung.
Sie sollten, als Bürger, nicht zu viel Meinung haben. Eine Meinung im Monat reicht. Ihre andere Meinung schicken Sie besser nicht, sonst erreicht Sie bald eine Mail des genervten Redakteurs, dass Sie zu viel Meinung haben und ihm dann besser gar keine Meinung mehr zu schicken haben.

Weil aber die meisten Leserbriefschreiber eh nicht mehr als eine Meinung im Monat haben, verdient die Leserbriefseite des Münchner Merkurs die Note eins Minus, die leicht zu einer eins plus werden könnte, lernte man von der SZ und benachrichtigte die Schreiber im Druckfall. Und hätte man ein wenig Geduld mit seinen Lesern und würde sie strickt nach Qualität und nicht zusätzlich nach Menge beurteilen.

3. Die Abendzeitung

Die Leserbriefseite der AZ erscheint zwar beinahe täglich, aber sie vermittelt dem AZ-Stammkunden den Eindruck eines Stiefkindes. Eines Lückenbüßers. Mal ist es die halbe Seite, mal grade zwei Spalten, mal fehlt sie ganz. Und: wahrscheinlich von Existenznöten bedroht, experimentiert die AZ mit der Leserbriefseite. Da kommt es schon mal vor, dass anonyme Netzmeinung neben unterschriebener, verantworteter Meinung gedruckt wird, da werden Leserbriefschreiber, die die AZ selbst jahrelang, durch immer wieder Drucken, aufgebaut hat, von heute auf morgen geschasst, da wird Artikelbezug gefordert oder auch nicht, wie es der AZ gerade in den Kram passt. Bei all den Versuchen, auf die einfache Idee, ein kleiner Weg aus der finanziellen Misere könnte das Ernsternehmen der Bürger sein, die stärkere Einbindung der Bürger, mehr Platz, mehr durchschaubare Struktur, mehr Diskussion im Internet vor allem mit verantworteter Meinung nicht nur mit dem Netzgeschwafel, darauf kommt die AZ nicht.

Und so bekommt die AZ von mir eine vier, die nur deshalb keine fünf geworden ist, weil die AZ, mehr als die anderen Münchner Zeitungen, die Identifikation ihrer Leser mit den Leserbriefschreibern zulässt, indem sie, jedenfalls bis vor einer Woche, manche der Schreiber immer wieder druckt.

4. Die TZ

Die TZ hat keine Leserbriefseite. Irgendwo, irgendwann, findet jeder ihrer Leser mal irgendeinen Schnipsel, der unterschrieben ist.
Die TZ hat auch als einzige namhafte Zeitung in Deutschland keine Mailadresse für Leserbriefe. Fragt man da nach, erhält man die Adresse des Sekretariats der TZ. Das nenne ich mal Bürgernähe!
Weil es sonst keinerlei Instrument gibt, das die Einbindung der Bürgermeinung in die TZ ermöglicht und das mir bekannt wäre, erhält die TZ die glatte Note sechs in Bürgernähe. Die sollten mal bei ihren Kollegen von Münchner Merkur vorbeisehen. Ist ja nicht weit.

5. Die BILD

Findet der Leser in der großen BILD die kleine Lesermeinung? Eher nicht. Wenn doch, dann kurz, knapp, zwei drei Sätze, fertig.
Als einzige Zeitung in Deutschland druckt die BILD aber gerne Leserschnellschüsse mit Bild des Autors. Bleibt zu hoffen, dass sie das tut, nicht nur weil sie "Bild" heißt, sondern weil sie als einzige Zeitung begriffen hat, dass Leser gerne wissen wer ihnen denn da schreibt. Weil sie als einzige Zeitung den Schreiber ein wenig aus der Anonymität hebt. Und sich damit wirklich wirksam gegen das Internet zur Wehr setzt.

Allein deshalb erhält die BILD eine Drei. Obwohl sie eher eine Fünf (sie informiert den Schreiber nicht, wenig Platz, kein Internet, "Bild kämpft für Sie", ja wo denn? Usw.,usw..) verdient hätte.

All die beschriebenen Zustände bei den Münchner Zeitungen sind, jeweils in anderen Zusammenstellungen für die Behandlung der Bürgermeinung in deutschen Zeitungen symptomatisch. Das geht von Belegzeitung für den Autor (TAZ, Spiegel, Focus) bis zum "Verschlucken" hunderter Briefe wie in einem schwarzen Loch: Dialog findet schlicht nicht statt. Das geht von immer ungekürzt drucken, bis zur vollständigen Verstümmelung. Manchmal gar zu Neudichtungen.
Nur, ich warne. Der Trend der Bürger steht auf Beteiligung. Auf Einmischen. Auf Selbstverwaltung der Macht. Und das wird die Politiker genau so treffen wie die Zeitungen. Da werden zwei, drei Redakteure bei der Frankfurter Rundschau (der auch noch ums Überleben kämpft), beim Münchner Merkur (dem's über den Kopf zu wachsen scheint) oder bei der TAZ nicht reichen. Denn, auch wenn das nicht wahrgenommen werden will: Die Leserbriefseite ist einer der Hauptkriegsschauplätze der Printmedien gegen das Internet. Wenn es nicht gelingt, die Leser mit ihrer vom Redaktionskalkül freien Meinung so zu integrieren, dass sich Leser auch mit Lesern identifizieren können, wenn es also nicht gelingt, die personenbezogene, verantwortete Meinung von den Redakteuren auf die Leserbriefschreiber auszudehnen, wird das Internet mittelfristig alle Funktionen übernehmen.

Und das fände ich schade.

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
E-Mail ist virenfrei.
Von AVG überprüft - avg.de
Version: 2013.0.3336 / Virendatenbank: 3162/6326 - Ausgabedatum: 15.05.2013

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Keine Kommentare


Zeitungsportal der Leserbriefe druckenden Zeitungen

Um zu sehen ob und wo Ihr Leserbrief gedruckt wurde, nutzen Sie Genios.de. Suchen Sie dort nach Ihrem Namen in Anführungszeichen z.B.: "Maxi Musterfrau". Das Portal zeigt Ihnen dann ob, wo und wann Artikel von Ihnen gedruckt wurden.

Unten die 118 Logos von allen Zeitungen, die Leserbriefe der
Bürgerredaktion.de
gedruckt haben. Aktuellste Informationen aus diesen großen deutschsprachigen Zeitungen? Direkt mit einem Klick zum Internetauftritt der Zeitungen? Sofort und ohne Umwege einen Leserbrief an diese Zeitungen schreiben? Klicken Sie drauf! Sie können dann auch sehen, ob und welchen Leserbrief die jeweilige Zeitung von den Artikeln der Autoren der Bürgerredaktion.de gedruckt hat und wie viel davon.

Adressenliste. E-Mail Adressen von 120 Zeitungen die Leserbriefe drucken.

Bitte beachten Sie, dass Artikel, die älter als vier Jahre sind, nur angemeldeten Besuchern angezeigt werden.


Alle gedruckten Artikel in der Badischen Zeitung. zur Homepage der Badischen Zeitung. Alle gedruckten Artikel im Kurier. zur Homepage des Kurier  

Datenschutz || Impressum || Kontakt

Programm: Joomla. Server: All-Incl.com Dresden. Idee, Design, Programm, Administration und Copyright  ©2026 by Michael Maresch