.... muss man tatkräftig unterstützen, nagen doch schon am Hungertuch. Der Reingewinn und die Kluft zwischen dem Zins den sie für geliehenes Geld selber zahlen müssen und dem, was sie den Dispokunden abknöpfen ist sehr groß. Betrachtet man den maximalen Dispozins wie in der AZ auf Seite 4 aufgezeigt, so sind es über schlappe 14 Prozent. Diesen Zinssatz müssen die Geldhäuser ansetzen, bekämen doch die Bankmanager sonst keine Millionen und mehr in ihre Tasche! Die Bankangestellten werden mit minimalen Gehältern abgespeist, die Bankangestellten werden Dank der um sich greifenden "technischen Automation" immer weniger. Somit ist es gewährleistet, dass die Bank-Oberen ihr sicheres, minimales Grundgehalt von einigen Millionen Euro im Jahr schäffeln können.
Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo uns die Sparkassen und Banken nachgelaufen sind, um für uns Arbeiter und Angestellte ein Konto anlegen zu dürfen. Lange Zeit waren auch keine Kontoführungsgebühren erforderlich. Dieser Zustand dauerte nicht lange an. Die Arbeitgeber drängten bis hinunter zum kleinsten Betrieb die Mitarbeiter zur Einrichtung eines Lohn- oder Gehaltskontos. Als sich die Banken bereits auf der sicheren Seite dieser Einnahmequelle sahen, begann die Abzocke mit den Kontoführungsgebühren. Begründet wurde dies immer mit den intensiven Personalkosten, dass die Kontoführung und -überwachung ein enormer Aufwand wäre. Vom Gewinn den die Banken dabei einstrichen, weil viel Geld ja als zusätzliche Sicherheit auf den Konten blieben, wurde vorsichtshalber nie gesprochen.
Damals war es in Deutschland wirtschaftlich noch nicht so krass, dass man auf einen Überziehungskredit angewiesen sein musste. Die Verdienste waren der Zeit und den Abzügen und steuerlichen Belastungen entsprechend noch nicht so im Widerspruch wie heute. Auch damals war der Überziehungs-Zinssatz (Dispo-Zins) schon mächtig, musste aber nicht so oft in Anspruch genommen werden. Heute im Zeitalter der 1-Euro-Jobber, der Hartz-IV-Empfänger, der Niedriglohnverdiener, der Mächtigverdiener auf 400-Euro-Basis, ist es leider immer häufiger nötig, auf den Dispokredit zugreifen zu müssen. Die zwangsweisen Ausgaben an Steuern, teuren Lebensmitteln, Mieten und den sonstigen notwendigen Artikeln des täglichen Lebens im Gegensatz zum Verdienst sind derartig im Missverhältnis, diesen Zustand nutzen die Geldhäuser schamlos und gewissenlos aus. Aber nochmals: "Die Bankenmanager" kämen sonst nicht auf ihr kleines Jahresgehalt von Millionen Euro! Soll man da wirklich von "Abzocke" sprechen, oder ist es nur angstvolle Sicherung der eigenen Pfründe?
Alois Sepp
Ach, die verarmten Banken .....
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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