Einem Internetbeitrag vom 13.9.2013 zufolge tut sich wieder eine neue Geld-Einnahmequelle auf. Es wird jetzt plötzlich das Wasser mit bleihaltiger Belastung erfunden. Bleirohre in uralten Häusern gibt es schon meines Wissens schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Es gibt sogar vereinzelt noch verbleite Zuleitungen ins Haus, soweit ich mich noch an meine Berufsjahre erinnern kann. Die meisten Bleirohre allerdings waren in den alten Toiletten zwischen dem obenhängenden Spülkasten und der Toilettenschüssel selbst zu finden. Da ist der Bleigehalt wirklich so unwichtig wie nur gerade etwas, denn bekanntlich trinkt ja niemand aus der Kloschüssel.
Hinzu kommt, dass die Rohre ja nicht immer frei zugänglich installiert sind und häufig durch mehrere Wohnungen verlaufen. Es ist also mitunter ein mühseliges Unterfangen, diese Rohre zu ersetzen gegen andere Materialien. Laut Zeitraumangabe aus dem Beitrag heißt es, dass die neue Trinkwasserverordnung ab 1. Dezember 2013 gilt. Kann also niemandem zugemutet werden, jetzt schnell die gesamten Wasserinstallationen zu erneuern, wo es ggf. noch verbleite Rohre gibt. Desweiteren wird im Beitrag nichts darüber ausgesagt, dass sich die Wasserleitungen mit der Zeit innen selbst einen Schutzmantel zulegen, nämlich eine Kalkschicht. Die Gefahr, dass hier wirklich Bleigehalt im Wasser von gesundheitsschädlichem Ausmaß vorhanden ist, dürfte sehr gering sein.
Hinzu kommt, dass wir älteren Bürger und Mieter demnach alle schon schwerste Gesundheitsschäden haben müssten, wenn die Gefahr so dramatisch hoch wäre. Meines Erachtens wieder gezielte Angstmache und Ankurbelung der Sanitär- und Bauwirtschaft.

Alois Sepp

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