Schenkt man den Berichten im Internet Glauben, dann ist eindeutig zu erkennen, dass die italienischen Behörden, in diesem Falle die Küstenwache, unwillig war den verunglückten Menschen vor Lampedusa zu helfen. Glaubt man dem Zeugen dieses Dramas, Marcello Nizza, einem Fischer der mit seinem Boot in der Nähe des Unglücksortes war und selbst 47 Überlebende sicher an das Ufer gebracht hatte, so wurde er bei nächstem Rettungsversuch von der Küstenwache daran gehindet, nochmals rauszufahren und weitere Menschen zu retten.
Dies ist ein absolut menschenverachtendes Verhalten von "Menschen für Menschen", von "Weissen für Schwarze". Ebenso verachtend ist, dass den Menschen die aus Not ihr eigenes Land verlassen, die aus Not und Elend in ihrem eigenen Land keine Perspektive sehen auch noch dafür bestraft werden und der illegalen Einwanderung bezichtigt werden. Noch schlimmer ist, dass dies in einem erzkonservativen und katholisch geprägten Staat wie Italien stattfindet. Dabei war der Unglücksort lediglich 500 Meter vor dem Festland gelegen. Im Normalfall kann man eine solche Strecke auch schwimmend zurücklegen, vorausgesetzt, man kann Schwimmen!

Dieses Verhalten ist alles andere als menschlich zu betrachten, dieses Verhalten ist menschlich verwerflich einzustufen, dieses Verhalten sollte wegen unterlassener Hilfeleistung von der gesamten Staatengemeinschaft in der EU angeprangert und verfolgt werden!

Um es nicht falsch zu verstehen, auch die anderen Länder der Staatengemeinschaft sind zur Hilfeleistung aufgerufen!

Alois Sepp

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Keine Kommentare