Während der Limburger Bischof in Rom auf eine Audienz beim Papst wartet, tagt eine geheime Kommission um die Kostenexplosion beim Bau des Bischofs-Palastes aufzuarbeiten. Laut Meldung der AZ sitzt unter strenger Geheimhaltung eine Prüfkommission der deutschen Bischofskonferenz zusammen. Unterdessen gibt es erneute Vorwürfe. Die Kosten für das Bischofs-Palais hinter dem Limburger Dom sollen von ursprünglich 2,5 Millionen auf mehr als 30 Millionen Euro explodiert sein.
Die Öffentlichkeit in Deutschland, die Gläubigen der katholischen Kirchengemeinschaft haben ein Recht auf totale, rückhaltlose und ehrliche Aufarbeitung und Behandlung dieser Angelegenheit zu erfahren. Warum also die Geheimhaltung dieser Finanztragödie? Bei allem Verständnis für den Papst, warum hat er sich zu diesem brisanten Vorfall noch nicht geäussert? Will man hier nur wieder das eigene Nest nicht beschmutzen, oder gar alles herunterspielen, weil es einen hohen Kirchenkollegen betrifft? Diese verschwenderische Angelegenheit soltel auf alle Fälle eine Ermahnung an die Kirchenoberen sein, will man nicht noch mehr Kirchenaustritte heraufbeschwören! Laut Meldung aus dem Bistumsbereich Limburg wird darüber geklagt, dass es noch nie so viele Kirchenaustritte gegeben hatte wie jetzt. Seit Amtseinführung von Bischof Tebartz-van Elst werden die Kirchenaustritte mit 25.000 Katholiken beziffert.

Alois Sepp

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