Berliner Morgenpost vom 19.11.2013, Leserbriefseite, Titel: "Schädliche Kompromisse"
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Die Spitzen des SPD-Vorstands wurden bei ihrer Wiederwahl nahezu kollektiv abgestraft. Die Basis hat damit ihre Unzufriedenheit dokumentiert. Die Stimmung ist offensichtlich im Keller angelangt, die SPD im Inneren zerrissen. Die SPD-Führung dürfte vor dem Mitgliederentscheid zur großen Koalition schon jetzt Bauchschmerzen haben. Viele SPD-Mitglieder haben Angst vor einer Neuauflage der großen Koalition, wo sie unter die Räder von Merkels CDU-Mannschaft geraten könnten.

Alois Sepp, München

Da schauen´s dumm drein, die Spitzen des SPD-Vorstands. Sie wurden allesamt abgestraft, angefangen bei Sigmar Gabriel, Andrea Nahles, Olaf Scholz, Ralf Stegner, Florian Pronold, Heiko Maas, Hannelore Kraft und Manuela Schwesig. Laut Pressemeldungen hat die Wiederwahl auf dem Parteitag wesentlich niedrigere Ergebnisse aufgezeigt. Die Unzufriedenheit der Basis hat es gezeigt. Die Stimmung ist offensichtlich im Keller angelangt, die SPD im Inneren ist zerrissen. Die SPD-Spitzenmannschaft dürfte das Ergebnis des Mitgliederentscheides im Dezember nicht mit gutem Bauchgefühl erwarten.
Einerseits befürchtet die SPD eine Neuauflage der großen Koalition, wo sie mit absoluter Sicherheit unter die Räder von Merkels CDU-Mannschaft kommt und noch mehr Vertrauensverlust hinnehmen muss. Andererseits fürchtet die andere Stimmungsrichtung innerhalb der SPD eine vollendete Abstrafung bei einer Neuwahl, wenn die Koalitionsverhandlungen zu keinen brauchbaren Ergebnissen führen.
Andere fürchten wiederum, dass die AfD bei einer Neuwahl doch noch in den Bundestag kommen könnte. Ich wiederum glaube eher nicht daran, da die bezahlten Kampagnen der Presse so wie gezeigt, massive Gegenargumente zur Afd auftischen, egal ob richtig oder falsch. Bisher haben die falschen Argumente in den Medien allgemein überwogen. Die Macht der Presse darf man nicht übersehen, diese Macht wird häufig gesteuert und beeinflusst. (traurigerweise, und das ist sehr schade)

Alois Sepp

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