Es mutet schön langsam wirklich an wie ein alljährliches "Ritual" beim MVV in München, auch wenn dies beim MVV nicht so gesehen werden will. Werden doch wie seit Jahren gewohnt am 15. Dezember regelmäßig die Fahrpreise teurer. Hinzu kommt, dass einige Fahrplanstrecken mit ebensolcher Regelmäßigkeit umgeschmissen werden, die Fahrgäste sich immer wieder aufs Neue auf andere Fahrzeuge und Streckenführungen einstellen müssen. Man könnte es ja verstehen, wenn es absolut durch neue Streckenführungen bedingt wäre. Wir immer tiefer in die Tasche greifenden Fahrgäste können es nicht mehr verstehen, dass durch Änderungen der Streckenführungen jeweils eine Unmenge an neuen Schildern gemacht werden müssen. Wer bezahlt den ganzen Mist?
Man kann entlastend für den MVV anführen, dass insgesamt vieles in München gemacht wurde, wovon der Fahrgast wirklichen Nutzen hat. In diesem Falle sieht man es ein, dass dies Geld kostet und irgendwie aufgefangen werden muss. Traurig ist nur, dass durch viele mutwillige Beschädigungen der Fahrzeuge, der Wartehäuschen und sonstigen Baulichkeiten die vermeidbaren Instandsetzungskosten in die Höhe getrieben werden. Alleine schon die Verunreinigungen in den Fahrzeugen sind enorm. Diese Umstände spiegeln das heutige Bild der Gesellschaft und der fehlenden Erziehung wider. Da wird mit den dreckigen Latschen auf den Sitzpolstern herumgetreten, da werden abgefressene Lebensmittelbehältnisse auf den Sitzen liegen gelassen, von den Zeitungen noch gar nicht gesprochen. Hinzu kommen die leeren "to go"-Becher die man ebenfalls auf den Sitzen und zwischen allerlei Spalten in den Fahrzeugen hinterlässt. Die Fahrgäste die einen Sitzplatz haben möchten, dürfen erst mal deren Dreck wegräumen!
Alois Sepp
Alljährliches Ritual beim MVV in München
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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