Wieder alkoholisierter Fahrer im Münchner Verkehrsnetz am Sonntag des 29. Dez. 2013! Man darf diesen Fall jetzt nicht dramatischer machen, als er wirklich ist. Bedenklich ist es jedenfalls schon, dass sich viele Fahrgäste im guten Glauben an die uneingeschränkte Fahrtauglichkeit den öffentlichen Verkehrsmitteln anvertrauen. Man geht zurecht davon aus, dass man hier ruhigen Gewissens in die Fahrzeuge (S-Bahn, U-Bahn, Tram oder Bus) einsteigen kann und gefahrlos von Ort A nach B gebracht wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Unachtsamkeit der Fahrgäste im Gleisbereich oder eines technischen Defektes mal etwas passieren kann, doch Alkohol am Steuer (egal wo) ist vermeidbar. Da hilt es wenig, wenn die Münchner Verkehrsbetriebe reagieren und den jeweiligen Fahrer einstweilig vom Dienst supendiert. Ich halte dem alkoholisierten Fahrer zu Gute, dass er es nicht böswillig gemacht hat, aber ein Kavaliersdelikt ist so etwas beileibe nicht. Es ist im normalen Straßenverkehr nicht akzeptabel, im öffentlichen Verkehr erst recht nicht, da sich Hunderte von Fahrgästen dem Fahrer anvertrauen. Stellt man sich vor, dass auch noch Piloten mit einem satten Alkoholpegel ins Cokpit steigen würden, könnte man sich die Folgen gar nicht ausmalen!
Alois Sepp

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Keine Kommentare