In einer Ausgabe der Lokalpresse werden insgesamt 30 Pflegeeinrichtungen im Bereich München aufgezeigt. Laut Anmerkung wurden die Daten aus dem AOK-Pflege-Navigator entnommen. Mir entzieht sich natürlich, wie die abgedruckte Reihenfolge zustande kam, denn alphabetisch geht es wild durcheinander. Vom aufzubringenden Eigenanteils-Preis stellt sich mir auch keine Reihenfolge dar.
Es heißt in dem Bericht auf Seite 14: "Die Note "sehr gut" im Pflege-TÜV macht natürlich Eindruck. Aber wie diese Bewertungen zustande kommen können, ist umstritten. Deswegen gelten seit Jahresbeginn neue Regeln"
Wird auch höchste Zeit, dass hier etwas Licht ins Dunkel gebracht wird. Nadine-Michéle Szepan, Leiterin der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband, sagt: Schulnotensystem gaukeln Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen etwas vor. In der Schule muss ein Schüler in der Regel für ein "Sehr gut" eine herausragende Leistung erbringen. Für eine eins im Transparenzbericht reicht es, wenn die Pflegeeinrichtung überall die Mindeststandards erfüllt. In der Schule bekäme der Schüler dafür allenfalls ein "Ausreichend", also eine Vier. Es werden nachfolgend einige Tatsachen aufgeführt, die auch zu einer guten Note führen können. Es wird aufgezeigt, dass das Wundliegen auch mit einer Bestnote beim Schnitzel verrechnet wird, sagt also nicht wirklich über die Pflege-Realität des Hauses aus.
 
Also, ist es mehr als angebracht, das entsprechnde Haus zu Tageszeiten besuchen, an denen mit geringeren Pflegekräften gefahren wird. Am Besten mit Bewohnern selbst reden, das Umfeld genau unter die Lupe zu nehmen. Natürlich kann es in keinem Haus über alles gesehen nur Bestnoten geben, jedoch sollte man zur persönlichen Entscheidungshilfe sinnvoller Weise Stichpunkte aufnehmen und dann erst eine Entscheidung treffen.
 
Alois Sepp

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