Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, Horst Seehofer schäumt Wut. Nicht seine sonst zur Schau getragene Wut, wie immer wieder bei vom ihm gezielt angezettelten Streitigkeiten. Nein, diesmal brodelt es richtig in ihm. Der Rücktritt von Minister Hans-Peter Friedrich sei für die CSU ein "bitterer Tag" gewesen, sagt Seehofer mit mahlendem Kiefer - und fordert die SPD ultimativ auf, noch am Wochenende ihr Verhalten und ihre Widersprüche aufzuklären.
 
Na und, Herr Seehofer! Warum plötzlich diese Wutausbrüche? Nur weil einer der "Ihren" vorzeitig abtreten musste? Was sollen da wir Bürger sagen, mit all dem Zeug, das uns in Bayern die komplette CSU-Mannschaft zum Nachteil schon beschert hat? Minister Friedrich fällt sicher nicht dem Sozialamt zur Last, er hat ausgesorgt, so wie die allermeisten der CSU. Schön langsam schäumt in uns auch die Wut!
 
Nichts desto Trotz sind die Machenschaften der Politkaste in Berlin in ihrer Gesamtheit, dem Wähler nicht mehr zu vermitteln. Wer selbst im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, oder christlicher ausgedrückt: "Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein"! Aber eines muss man Hans-Peter Friedrich lassen, sein Abgang war mustergültig, flott! Alle anderen Politfiguren zieren sich noch, warten lieber, bis die Wahrheit scheibchenweise ans Licht gebracht wird. Bis dahin wird kräftig dementiert und sich selbst als "Unschuldslamm" hingestellt. Meinen persönlichen Respekt für Hans-Peter-Friedrich.
 
Alois Sepp

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