Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will auf die Vorwürfe gegen Edathy eine mögliche Verschärfung der Gesetze gegen Kinderpornografie in Deutschland prüfen. Eine Sprecherin Schwesigs verwies darauf, dass das so genannte "Posing" von Kindern in Deutschland verboten sei. Es werde nun dennoch geprüft, ob diese Regelungen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ausreichend seien. Gegen unlauteres Verhalten der Menschen ist kein Kraut gewachsen, das sollte unsere Familienministerin auch schon gelernt haben. Mit der Verschärfung von Gesetzen wird bestenfalls vom Thema abgelenkt, die Wurzel des Übels erreicht man damit nicht.
Nach dem Rücktritt Friedrichs herrscht in der Union Unmut darüber, dass ein CSU-Minister zurücktreten musste, obwohl die ursprünglichen Vorwürfe einen SPD-Abgeordneten treffen. Gabriel zeigte Verständnis dafür, dies sei "wirklich nicht fair". Personelle Konsequenzen auf Seiten der Sozialdemokraten schließt er gleichwohl aus. Ja, wer beschmutzt schon gerne das eigene Nest?
Eigenartigerweise ist im Internet zu lesen, dass der dienstliche Laptop von Edathy angeblich gestohlen wurde. Hier wird sicherlich nur wieder vertuscht bei unserer feinen Politiker-Gesellschaft.
Alois Sepp