Kritiker sehen durch das schwarz-rote Vorhaben das Konzept der Rente ab 67 erheblich ausgehöhlt. "Scheibchenweise kommt heraus, dass deutlich mehr Menschen die neuen Ausnahmen in Anspruch nehmen können als bisher gedacht", sagte der Grünen-Sozialexperte Markus Kurth der Zeitung. Das Vorhaben sei zudem ungerecht, "weil es die Leute begünstigt, deren Renten deutlich über dem Durchschnitt liegen". Woher will das ausgerechnet der Grünen-Sozialexperte wissen? Das mag insofern sein mit der "Berechtigung", weil es diejenigen sind, die ihre vollen Pflicht-Beitragsjahre erfüllt haben. Wer länger in die Sozialkassen einzahlt soll auch mehr bekommen, als der, der sich sein Leben lang von seiner "Staatsbürger-Pflicht" gedrückt hat. Das ist nur gerecht und richtig.
 
Hinzu kommt, dass heutige Arbeitnehmer auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit gar nicht mehr in der Lage sind, bis zum Renteneintrittsalter arbeiten zu können. Zum einen deshalb, weil sie es physisch nicht mehr schaffen und durchhalten können, zum anderen, weil die Firmen- und Konzernleitungen alle Älteren zwecks "Gewinnmaximierung" schon vorzeitig der Staatskasse zur Last legen.
Da wäre Sozialexperte Markus Kurth gut beraten, hier den Hebel anzusetzen, als die verdient Älteren wieder einmal versucht schlecht zu reden!
 
Alois Sepp

 

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Keine Kommentare