Bei allem Verständnis für die verantwortungsvolle Tätigkeit in der Pilotenkanzel. Der aufgeblasene und hochstilisierte Streik ist volkswirtschaftlich mit nichts mehr zu rechtfertigen. Alleine schon den etwa 425.000 Fluggästen gegenüber, die ihren Flug nicht antreten können. Dadurch entweder ganz auf die Reise verzichten oder doch massive Zusatzbelastungen hinnehmen müssen, nur weil etwa 5.400 Piloten den Hals nicht mehr voll kriegen, die Bodenhaftung im wahrsten Sinne des Wortes verloren haben. Es wird nicht nur wegen noch mehr Geld gestreikt, sondern auch wegen des frühen Renteneintrittsalters von 55 Jahren. Die Fluggesellschaften sollten jedenfalls jetzt darüber nachdenken, auch hier einen kräftigen Hebel anzusetzen. Auch in anderen Berufen wird hart und zusätzlich körperlich schwer geschuftet, dort soll hingegen das Renteneintrittsalter immer höher gesetzt werden. Die Forderung der Piloten ist maßlos überzogen und anmaßend.
 
Natürlich ist die Verantwortung der Piloten in der Luft groß, haben doch meist für sehr viele Fluggäste an Bord die Verantwortung, vom Fluggerät einmal ganz abgesehen. Trotzdem ist dieses Verhalten absolut nicht mehr gerechtfertigt. Die Fluggesellschaften sollten sich ernsthaft darüber Gedanken machen, wie man diese streikende Truppe am Schaden beteiligen kann! Kostet doch der Lufthansa laut Zeitungsbericht ein einziger Streiktag etwa 20 Millionen Euro.
 
Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass Bus-, Tram-, U- und S-Bahnfahrer auch eine Menge Verantwortung haben, ebenfalls für sehr viele Menschen verantwortlich sind. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?
 
Laut Zeitungsberichten wurden diverse Umbuchungen für die Passagiere der Lufthansa vorgenommen, allerdings mit Aufpreisen für die Fluggäste. Wer kommt für die Mehrkosten auf? Alle diese Mehrkosten würde ich der streikenden Truppe aufbrummen. Zusätzlich aber noch diverse Verdienstausfälle und Unkosten für Verspätungen. Vielleicht kämen die feinen Herrschaften dann mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück?
 
Alois Sepp

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