Laut Meinung der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und einem heutigen Internetbeitrag muss es für Arbeitgeber ebenso teuer werden, wenn sie sich wegen der Rente mit 63 vorzeitig von älteren Arbeitnehmern trennen wollen.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bezeichnete die Kritik an der Rente mit 63 als maßlos überzogen. Sie trage inzwischen Züge eines "Kulturkampfes". Buntenbach lobte insgesamt das Rentenpaket der Koalition. Nach Jahren der Einsparungen und Kürzungen sei dies ein Wendepunkt in der Rentenpolitik. Endlich gebe es für Rentner wieder Verbesserungen. In den Jahren zuvor sei es nur noch abwärts gegangen.

Der BDA sieht falsches Signal!

Alexander Gunkel, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), sieht dagegen in der Rente mit 63 ein falsches Signal. Sie setze für die Beschäftigten Anreize, trotz des Fachkräftemangels vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden.
 
Viele Betriebe könnten für scheidende Mitarbeiter keinen Ersatz finden, heißt es vom BDA.
 
Diese "angeblichen Anreize" sind im Grunde genommen nur die Fortsetzung der bisherigen Handlungsweise der Großbetriebe und Konzerne. Diese Aussage übertrifft jegliche Scheinheiligkeit des Arbeitgeberverbandes. Wer hat bisher in steigendem Maße die älteren Arbeitnehmer zu Gunsten jüngerer und billigerer Arbeitskräfte ausgestellt und der Staatskasse zur Last gelegt? Die heute in Zusammenhang mit der Rente mit 63 besungenen "Fachkräfte" wurden längst von den Konzernen und Großbetrieben ausgestellt, also sollte man nicht so scheinheilig daherreden und so zu tun, als wäre jetzt nur das Rentenpaket an dem Dilemma schuld. Die Schuldigen sitzen in den Chefetagen der Großbetriebe und Konzerne!
 
Alois Sepp


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