In kaum einem anderen Land ist die Zahl der Operationen in den letzten Jahren so stark gestiegen wie in Deutschland. Das zeigte auch eine Studie, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Unter anderem nahm die Zahl der Eingriffe an der Wirbelsäule stark zu. Mehr Operationen durch wirtschaftlichen Druck in den Krankenhäusern. "Höchstens ein Drittel des Anstiegs kann auf die steigende Lebenserwartung zurückgeführt werden", sagte Kai Behrens, Pressesprecher des AOK-Bundesverband, gegenüber T-Online.de. Teilweise würden medizinische Fortschritte als Gründe aufgeführt oder auch veränderte Wünsche der Patienten. Aber: "Es gibt Anzeichen, dass Krankenhäuser auch aus ökonomischen Gründen mehr operieren", so Behrens.
 
Da wundere ich mich schon, warum die Krankenhäuser ihre Patienten teilweise unausgeheilt und gegen jede Vernunft aus dem Haus jagen. Da hat unsere Politik leider einen ganz großen Anteil an Mitschuld an dieser Misere. Einerseits wollte man Kosten einsparen und führte die Fallpauschalen ein, andererseits haut man die Patienten wider des gesundheitlichen Zustandes aus dem Haus, selbst auf die Gefahr hin, dass ein möglicher, gesundheitlicher Rückschlag noch viel großere Kosten nach sich zieht. Wo wurde hier dann wirklich eingespart, darf berechtigt gefragt werden?
 
An diesen beschämenden Zuständen erkennt man, dass unser Gesundheits-System an sehr vielen Stellen krankt. Es krankt an nicht wirklicher Kosteneffizienz, es krank auch daran, dass sich Krankenhäuser durch so manch unnütze Operation am System bereichern müssen, um nicht zu tief in die roten Zahlen zu gelangen!
 
Alois Sepp


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