"Hier wird mit vollen Händen das Geld ausgegeben, das Wirtschaft und Beschäftigte in den vergangenen Jahren erwirtschaftet und in die Rentenkasse eingezahlt haben - eine vertrauensbildende Maßnahme ist das nicht", sagte der Präsident des DIHK, Wansleben.

Er kritisierte insbesondere die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren, auch wenn sich Union und SPD auf Regeln verständigt haben, die eine Frühverrentungswelle vermeiden sollen. "Mit einer rollierenden Stichtagsregelung kann der Ausstieg mit 61 Jahren zwar verhindert werden. Doch heilt dies die Fehler der abschlagsfreien Rente mit 63 nicht", sagte er. Diese sei gerade mit Blick auf die Demografie falsch. Sie verschärfe den Fachkräftemangel in Betrieben. So ist im heutigen Internet zu lesen.
 
Es wird von den Renten-Gegnern immer wieder der schwarze Peter in dunkelstem "Schwarz" dargestellt. Es wird darüber lamentiert, dass uns das "Renten-Paket" zwischen neun und elf Milliarden Euro  jährlich kostet und von den Rentenversicherungen aufgebracht werden muss. Immer wieder wird von bestimmten Gruppierungen versucht, die Jungen gegen die Alten auszuspielen, weil die Beiträge zu den Rentenkassen von den Jüngeren aufgebracht werden müssen.

Was sind schon diese Ausgaben gegenüber der gesamten Bankenrettungen, der vielen Milliarden für die Euro-Rettungsschirme? Auch dieses Geld müssen die Jüngeren mit aufbringen, weil es über Steuern finanziert wird. Darüber wird nie gesprochen, dass Rentner durch die Nullrunden oder minimalste Rentenzuwächse der ganzen letzten Jahre im Vergleich zu den Teuerungsraten alljährlich "Minusrunden" verordnet bekommen haben. Auch wissentlich unerwähnt bleibt immer, dass die Beamtenpensionen im Gegensatz zu den Renten rasant die letzten Jahre gestiegen sind.

Wenn der DIHK-Präsident sagt, dass das Rentenpaket der falsche Weg ist oder keine vertrauensbildende Maßnahme darstellt, hat er ganz vergessen, dass nicht er das Geld erwirtschaftete, sondern diejenigen, die nach mindestens oder über 45 Jahren Arbeit daran ganz massiv beteiligt sind. Wenn er auch den Fachkräftemangel anspricht, vergisst er, dass sich nicht die Facharbeiter selbst aus den Betrieben entfernt haben, sondern dass es die Arbeitgeber und Konzerne selbst waren, die die "Fachkräfte" zu Gunsten der Gewinnmaximierung aus den Betrieben jagten.
 
Alois Sepp

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