Es soll hier nicht in Abrede gestellt werden, dass man in der heutigen Zeit den Samstag in vielen Bereichen als "festzementiertes Wochenende" betrachtet. Alles schön und gut. Es gibt eine ganze Menge an Berufszweigen, die rund um die Uhr, die ganze Woche arbeiten und anwesend sein müssen. Es ist lediglich eine Frage des Managements, wie man hier solche Probleme Menschen- und Familiengerecht löst.
 
Wenn die Bank-Arbeitgeber darüber nachdenken, ihre Zweigstellen auch Samstags für die Kunden offen zu halten, steckt mehr dahinter als nur das Personal zu ärgern. Im Zeichen des Homebankings ist es mir persönlich aber ein Rätsel, diesen Schritt zu wagen. Sind doch durch das Homebanking viele Stellen, vor allem aber die der Kassenmitarbeiter in den Bankfilialen zum Opfer gefallen. Ich bin mir sicher, dass das interne Personal-Karussel wie auch die -Kürzungen noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben. Als Bankkunde erhebt sich mir jedenfalls die bange Frage: "Weshalb also die Ausweitung der Arbeit auf den Samstag?"
 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass der Samstag ein genereller Arbeitstag war, allerdings mit etwas verkürzter Arbeitszeit bis anfänglich 15:00 Uhr. Für uns war es damals ganz normal. Das gefühlsmäßige Wochenende begann bei uns, wenn am Samstag Nachmittag um 15:00 Uhr die Kirchenglocken läuteten.
 
Alois Sepp

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