AZ-Ausgabe vom Montag, den 30.06.2014, Leserforum, Seite 5. Titel: Freiwillig
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Ohne jetzt unnütze Polemik betreiben, oder einen weiteren Beitrag zu "Jung gegen Alt" ins Leben rufen zu wollen, Dieser Gedanke aus den Reihen der Münchner Rathaus-Grünen könnte von der älteren Generation als weiterer Versuch zur Altersdiskriminierung verstanden werden. So quasi, die "Alten ab 60" sollen den Führerschein abgeben und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, denn sie verursachen ja eh nur Unfälle.!!
Dies ist in Wahrheit betrachtet wirklich eine diskriminierende Auslegung. Genau so falsch könnte man auch sagen, "die Jungen verursachen nur schwere Unfälle weil sie sich rücksichtslos und unangemessen im Straßenverkehr verhalten"!
Betrachte ich als etwas älterer Zeitgenosse und Verkehrsteilnehmer so manches Verhalten der Verkehrsteilnehmer mit ihrem Auto, so frage ich mich, wie und wo diese Zeitgenossen den Führerschein bekommen haben. (zu ungeschickt beim Einparken, Parken in der falschen Fahrtrichtung, Parken mit dem Auspuff zur Hauswand und den Wohnungsfenstern, Parken mit zu großem Abstand zu den anderen Fahrzeugen usw.)
Warum ausgerechnet also der Vorstoß der Grünen mit ihrem Vorschlag: "Ab 60 Führerschein abgeben, MVV-Jahreskarte bekommen!"?
Wenn der Vorschlag gerecht und nicht diskriminierend sein soll, dann sollte man hier keinen Altersunterschied machen. Wenn sich ein Führerscheinbesitzer freiwillig und ohne jeden Zwang dazu entschließt diesen abzugeben, so ist dies sehr löblich und sollte von der Gemeindeverwaltung tatsächlich honoriert werden. Diese Honorierung darf jedoch nicht auf einen bestimmten Zeitraum hin gelten. Es wäre ja schon sehr von Anerkennung getragen, die Jahreskarte ganz einfach preiswerter gegenüber der Normalkarte zu erhalten.
Alois Sepp
Schon wieder die Rathaus-Grünen in München (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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