Bundestagsvize, Peter Hintze fordert, die Sterbehilfe als Gebot der Nächstenliebe zu legalisieren. Wie Recht er doch hat! Bisher steht er mit seinem Vorschlag alleine da, weil die Kritiker es unvereinbar halten mit der ärztlichen Ethik. Wo ist in vielen Krankenhäusern die ärztliche Ethik überhaupt anzutreffen? Ist es mit der ärztlichen Ethik vereinbar, dass an den Ätzten zu Lasten der Patienten eingespart wird? Ist es mit der ärztlichen Ethik vereinbar, wenn aus reinen Kostengründen in unseren Krankenhäusern zum steigenden Nachteil der Patienten der "Rotstift" immer dicker wird? Ist es mit der ärztlichen Ethik vereinbar, dass Menschen oft qualvoll auf langwierige Art und Weise ihrem Tod entgegensehen? Dieser Zustand ist menschenunwürdig und muss schnellstens beseitigt werden.
Dass man die Sterbehilfe in Bezug Deutscher Vergangenheit möglicherweise besonders beleuchten muss ist verständlich. Die Sterbehilfe aber generell abzulehnen und zu verteufeln ist der falsche Weg. Es ist aber ein ganz gewaltiger Unterschied, ob ich selbst als "Sterbender und bereits dem Tode Nahestehender" es selbst wünsche, es geistig noch rechtskräftig entscheiden und fordern kann, als wenn es "nur Andere" für mich täten. Häufig wurde Vorsorgevollmacht getroffen, oder eine Patientenverfügung erstellt, also was ziert man sich hier noch. Dieser Zirkus ist alles andere als menschenwürdig, dieses künstliche Trara mit kategorischer Verneinung von Sterbehilfe ist ethisch absolut nicht vertretbar. Der Arzt ist für Leben verantwortlich, allerdings auch für menschenwürdige Verhältnisse bei seinen Patienten! Mitunter hat man eher das Gefühl, dass der abrechnungstechnische Moment im Krankenhaus den Vorrang hat. Wo ist hier die Ethik?
Alois Sepp
Unvereinbar mit der ärztlichen Ethik?
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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