Die Münchner Abendzeitung berichtete über die im Dezember wieder stattfindenden Preiserhöhungen des MVV in München. Ich sehe das gesamte Verhalten der Münchner Verkehrsbetriebe ebenso betroffen wie der Leserbriefschreiber, Herr Herbert Gaiser in der Montagausgabe vom 29.9.2014.
Es ist beschämend und unverantwortlich den Kunden gegenüber, die aus gebotenem "Umweltschutz" seit vielen Jahren auf die öffentlichen Nahverkehrs-Fahrzeuge umgestiegen sind. Vor allen Dingen trifft es ja wieder einmal die "Minderbemittelten", die am stärksten zur Kasse gebeten werden. Es wäre allerhöchste Zeit, den langjährigen "Finanzierern" der MVV Stadtbetriebe eine Anerkennung zukommen zu lassen. Wir dauernden MVV-Kunden werden von Jahr zu Jahr mit ungerechtfertigten Preisanhebungen dafür bestraft, die Verkehrbetriebe zu finanzieren. Ich habe nichts dagegen, wenn moderate und der Situation angepasste Preisanhebungen vorgenommen werden, dass man aber alljährlich so drastisch zur Kasse gebeten wird, ist alles andere als verständlich und Kundenorientiert!
Selbstverständlich darf nicht übersehen werden, dass die laufende Installation und Verbesserung der Anzeigetafeln an den Haltestellen Geld kostet, wird aber auch niemand in Abrede stellen von uns MVV-Kunden. Leider sind auch Kosten für Instandsetzung wegen mutwilliger Beschädigungen vorhanden. Seitens des MVV sollte aber endlich den Kunden gegenüber mit offenen Karten gespielt werden und die Preisanhebungen mit realen und für jeden nachvollziehbaren Zahlen zu belegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei stetig wachsendem Kundenaufkommen die Kosten so in die Irre laufen können, dass derart hohe Preissprünge nach oben gerechtfertigt wären? Nachdem ja auch die Münchner Verkehrsbetriebe durch die laufenden Ausgaben ihre Steuerlast reduzieren können, muss hier die Preisgestaltung nachvollziehbarer und durchsichtiger werden. Erlebe ich, dass seitens vieler "einheimischer" Bus- oder Trambahnfahrer sowohl die Auskunftswilligkeit und Freundlichkeit sehr zu wünschen übrig lassen, ist die drastische Preisanhebung erst recht nicht nachvollziehbar.
Zugegeben auch, dass seitens so mancher Fahrgäste der mürrische Zustand des Fahr-Personals verstärkt wird, ist auch klar. Es ist aber nicht einzusehen, dass man auf bestimmten Strecken immer wieder als Fahrgast ausgesperrt wird, obwohl man für den Busfahrer sichtbar hingerannt ist und bereits vor der Türe steht. Wenn seitens des Fahrers dann immer wieder die lapidare Ausrede kommt, dass er den Fahrplan einhalten muss, ist ebenfalls nicht logisch. Er muss ja auch warten, wenn 10, 20 oder mehr Personen aus- oder einsteigen wollen. Es ist auch deshalb nicht einzusehen, weil bei leeren Haltestellen sowieso meistens durchgefahren wird.
Alois Sepp
Der Münchner Verkehrs-Verbund (MVV) langt kräftig zu
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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