Unicef-Studie: (AZ vom 01.06.2012, Seite 21: "Übersättigung")
Fünf Prozent der Kinder ohne warme Mahlzeit. Dem weiteren Bericht in der AZ ist zu entnehmen, dass umgelegt auf Deutschland, eines von zwanzig Kindern keine tägliche warme Mahlzeit hat. (wobei rechnerisch betrachtet ein Zwanzigstel absolut keinen Weltuntergang bedeutet!)
4,4 Prozent der deutschen Kinder haben keinen festen Platz, an dem sie ihre Hausaufgaben machen können.
3,7 Prozent besitzen nur ein Paar Schuhe und 3,1 Prozent erhalten nie neue Kleider, sondern müssen alte Sachen auftragen.
Wie wurden diese Zahlen überhaupt ermittelt? Betrachtet man selbst schon Kleinkinder in den ersten Schulklassen, kann man diese Thesen nicht glauben.
Zum einen schon deshalb nicht, weil fast nur so genannte Markenware bei der Kleidung und sonstigen Ausstattung ersichtlich ist, zum anderen gibt es fast keinen Schüler mehr der kein Handy besitzt. Betrachtet man ferner, dass viele unserer Kinder sehr gut beleibt sind, kann man ein fehlendes Essen auch nicht ganz für realistisch halten.
Meines Erachtens wird heute im Zeitalter der Übersättigung sehr viel absolut drastisch dargestellt und aufgezeigt. Was ist denn aus all den Kindern und Jugendlichen nach den jeweiligen Weltkriegen in Deutschland geworden?
Es wurde die jeweilige Nachkriegsgeneration die ohne Jammern und Murren voll angepackt und unser Land aus dem Dreck geholt hat. Diese Kinder hatten materiell und finanziell so viel wie nichts, auch weil die Eltern schon nichts hatten. Dies sollte auch einmal ganz nüchtern und sachlich betrachtet und gewürdigt werden.
Alois Sepp