Ein unglücklicher Griff in den Kleiderschrank von "ZDF - Moderator Jochen Breyer nötigte dem Sender eine Entschuldigung ab. Diese wiederum sorgt nun im Netz für Unverständnis und Spott. Was war geschehen?
Breyer hatte in der Sendung am Montag unter anderem über die Hooligan- und Skinhead-Demo in Köln berichtet. Dazu trug er ein olivgrünes Hemd, welches auf den Bildschirmen aber braun wirkte. Einige Zuschauer nahmen dies zum Anlass, um sich beim ZDF zu beschweren, weil braune Hemden zur Uniform der nationalsozialistischen SA gehörten. -so der Bericht im heutigen Internet!-
Ja, gibt es denn keine wichteren Sorgen mehr bei bestimmten Zeitgenossen? Ich bin schon auch einige Jahre älter, die Aussage, dass die Zahl 18 und 88 für "Adolf Hitler und Heil Hitler" stehen sollten, hörte ich aber auch zum Erstenmal. Ich glaube, dass hier immer wieder versucht wird, mit aller Gewalt etwas an den Haaren herbeizuziehen. Es gibt weiß Gott in Deutschland, speziell aber in der ganzen Welt wichtigere Probleme die es anzugehen gebietet. Warum hat sich dann bei den Fußballübertragungen noch nie jemand über die farbliche Erscheinung von Mikrofonen ausgelassen?
Offensichtlich ist jetzt allen Ernstes von den Beschwerdeführern zu erwarten, dass die Farbenpalette auch noch ausgemustert wird. Was für eine Farbe ist als nächstes dran? Schön langsam kotzt mich die Haarspalterei in Deutschland langsam an. So wie es aussieht, wird dann im Umkehrschluss jeder Autofahrer, dessen Fahrzeug braun oder ähnlich aussieht, auch noch als "Nazi" hingestellt! Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass eine neue Ära angebrochen ist, die allermeisten Deutschen auch von dem mehr als traurigen Kapitel des "Dritten Reiches" die Schnauze gestrichen voll haben. Mit Fug und Recht brauchen sich die heute lebenden Deutschen mit diesem Kapitel nicht zu identifizieren, denn sie haben nichts verbrochen, finden ultrarechte Randgruppen ebenfalls zum Kotzen. Hier werden immer wieder über 80 Millionen der deutschen Staatsbürger in Sippenhaft genommen, obwohl keiner etwas dafür kann.
Alois Sepp