Das Schreckgespenst des "Arbeitsplatzverlustes" geht bestenfalls in der Privatwirtschaft oder den Konzernen um. Im Münchner Rathaus geht derzeit das Schreckgespenst des überbordenden Verwaltungsapparates um. Laut Bericht von heute sollen in 2015 weitere 824 neue Stellen geschaffen werden. Wenn ich mir vorstelle, dass eine einzige neue Stelle nur einen Betrag von jährlich 50.000 Euro kostet, dann belastet es die Bürgerschaft von München etwa mit schlappen 41 Millionen Euro. Real liegen diese Kosten weitaus höher, weil Sozial- und Nebenkosten zusätzlich hinzu kommen. Wir Münchner Bürger und Steuerzahler dürfen uns auf weitere Gebührenerhöhungen einstellen, oder im anderen Falle mit noch dickeren Rotstiften auf vielen Ebenen rechnen.
 
Mir kann niemand weis machen, dass die neu geschaffenen Stellen alle wirklich erforderlich sind. Herr Dieter Reiter wäre gut beraten, wenn er den gesamten Verwaltungsapparat von einer unabhängigen und renommierten Rationalisierungs-Kommission durchforsten ließe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der derzeitige Ablauf wirklich effizient auf allen Ebenen ausgereizt ist.
 
Würde unser OB das fertig bringen und so eine Menge Geld einsparen, so wäre das die allerbeste Wahl-Reklame für ihn und die Rathaus-SPD. Die nächste Wahl könnte kommen und die Wahlergebnisse für die SPD wären sicherlich besser.
 
Alois Sepp


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