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Die neue Neonazi-Datei, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich am 19.09.2012 in Betrieb genommen hat, ist mit allergrößter Sicherheit nicht das allein seelig machende. Was nutzt eine Datei, auf die zwar viele Behörden zugreifen können, wenn sie nicht ordentlich gewartet und aktualisiert wird.
Wie heißt es so schön in einem Sprichwort: "Viele Köche verderben den Brei". Was nutzt es, wenn all zu viele Behörden mit den unterschiedlichsten inneren Strukturen trotzdem nebeneinander herwursteln? Da wird auch aus den Mosaiksteinchen kein geordnetes Bild. Was nutzt es auch, wenn man das Bild nicht richtig deuten kann?
Mich wundert es immer wieder, wieviele einzelne Behörden und Behördchen wir in Deutschland nebeneinander durchfüttern. Da gibt es die Bundes- und Landesbehörden, Bundes- und Landespolizeien, den militärischen Abschirmdienst, den Verfassungsschutz und weiß der Geier noch alles!
Vor lauter Behörden-Wirr-Warr blicken doch die Einzelbehörden selbst nicht mehr durch. Wie käme es sonst immer wieder zu solch massiven Ermittlungspannen, wie z.B. der NSU-Affäre? Es nutzt mit Sicherheit niemandem etwas, wenn die Ermittlungen nicht sorgfältig erfolgen, auch wenn sachdienliche Hinweise schon Jahre vorher erfolgt sind?
Hier wäre der Bundesinnenminister besser beraten, eher die gesamten Behörden zu struktuieren und zu vereinheitlichen. Das käme sicherlich uns Steuerzahlern auf lange Sicht wieder zu Gute.
Alois Sepp