Abendzeitung vom 2.2.2015, Leserforum Seite 31, Titel: "Fadenscheinig"
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Wenn ich den Beitrag lese, so kommt immer deutlicher das heutige "Anspruchs- und Schadenersatz-Denken" unserer Gesellschaft zum Vorschein.
Die Mutter eines Kindes verklagt den Tierpark Hellabrunn auf Schadenersatz, bloß weil sie sich in meinen Augen selbst saublöd angestellt hat. Für was muss eine erwachsene Person selbst auf den Spielplatz klettern? Der vorgeschobene Grund, dass sich das Kind alleine nicht getraut hätte, ist fadenscheinig.
Tatsache ist, dass bei neuen Kinderspielplätzen soviel gesetzliche Auflagen zu erfüllen sind, bevor der jeweilige Platz freigegeben wird. Es ist zu erkennen, dass die Frau nur ihr eigenes Ungeschick in schnelles Geld umwandeln will. Natürlich zu Lasten der Allgemeinheit, versteht sich! Der Spielplatz ist wirklich hervorragend ausgestattet, ist auch vom Sachverständigen abgenommen. Was soll der Tierpark darüber hinaus noch machen? Man könnte ja aus Vorsichtsmaßnahmen noch ein halbes Dutzend Helfer daneben stellen, damit man die Ungeschickten, Unbelehrbaren noch an der Hand nehmen und führen kann.
Brauchen diese Typen von Egoisten am Gehsteig auch noch Unterstützung? Das ist wirklich etwas zuviel des Verlangens. Schließlich bezahlen die Unkosten des Tierparks auch wieder wir, die die Eintrittskarte lösen. Aber soweit denken diese Egoisten ja nicht mehr!
Alois Sepp
Anspruchsdenken heute (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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