Das freut natürlich den Chef der Münchner-Verkehrs-Gesellschaft (MVG), Herbert König, dass er neue Rekorde der Fahrstrecken, den Fahrgästen und bei Investitionen bekanntgeben kann.
66 Mal zum Mond und zurück – so weit sei die MVG im Jahr 2014 gefahren, wenn man alle Streckenkilometer zusammenfasst. Rund 555 Millionen Fahrgäste habe die MVG dabei befördert, elf Millionen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie nie. Und weil es heuer wohl noch mehr werden, will die MVG in diesem Jahr rund 328 Millionen Euro ausgeben – das ist ebenfalls ein neuer Spitzenwert.
Das Geld fließe vor allem in neue Fahrzeuge, sagt MVG-Chef Herbert König. Rund 200 Millionen Euro seien hierfür eingeplant. Ausgegeben wird es vor allem für neue U-Bahnen und Trams, darunter erstmals auch sogenannte Doppeltraktionszüge, also Trams, die aus zwei gekoppelten Zügen bestehen. Außerdem beginnt die MVG damit, U-Bahnen aus dem Bestand mit Brandschutzeinrichtungen auszustatten. An den Bahnsteigen werden zu Stoßzeiten weiterhin Mitarbeiter im Einsatz sein, die an den Türen aufpassen und für mehr Pünktlichkeit sorgen sollen.
Ein Gesprächsthema für die Fahrgäste sind immer wieder die Preise. Pünktlich Mitte Dezember werden alljährlich die Preise angehoben. Aus Sicht der Fahrgäste nicht immer nachvollziehbar, stoßen doch die Fahrgastzahlen und die Auslastung der Fahrzeuge insgesamt bis an ihre Grenzen. Zugegeben, es wird von Rabauken in den Fahrzeugen und den Haltestellen mitunter viel Schaden angerichtet, der wieder bereinigt und bezahlt werden muss.
Ich möchte jedoch sagen, dass uns wir Fahrgäste im Allgemeinen weder über das Streckennetz noch über die Zuverlässigkeit beklagen brauchen. Zwischendurch kommt es leider auch vor, dass es technische, wie auch durch Unfälle verursachte Pannen gibt. Hier wäre schon sinnvoll und hilfreich, wenn die Durchsagen in Bahnhöfen oder an Haltestellen zuverlässig gemacht würden, so dass sich die Fahrgäste ggf. anderweitig behelfen können.
Alois Sepp