Vorweg gesagt: Nachstehende Zeilen betreffen den kleineren Teil der "Jungen" der heutigen Gesellschaft. Diejenigen, die noch ein Ehrgefühl gegenüber der älteren Generation haben, treten leider nicht so ins Rampenlicht wie die sich selbst überschätzenden und egoistischen "Jungtypen" der heutigen Gesellschaft.
Es ist jedenfalls wieder einmal ein massiver, deklassierender Feldzug von der sich selbst überschätzenden "Junggeneration", die für sich alle Rechte in Anspruch nehmen, möglichst wenig dafür tun wollen, und alle Rechte nur auf ihrer Seite wähnen. Es ist eine Frechheit und Anmaßung dieser Typen, die "Alten" immer weiter in den Abgrund der Geringschätzigkeit zu drängen. Was müssen wir uns noch alles gefallen lassen? Diese Typen haben scheinbar vor Selbstüberschätzung und Blindheit bis heute noch nicht wahrgenommen, dass auch wir Ältere geschuftet haben bis zum Umfallen. Dass auch wir früher für unsere Kinder und Enkel stets da waren. Wenn wir heute demnach noch in einer Wohnung wohnen, die den damaligen Verhältnissen der Größe nach entsprach, so war es auch der Nutzen dieser heutigen Schreier gegen die Alten.
Es darf aber auch nicht verschwiegen werden, dass viele der heutigen Älteren längst in eine kleinere Wohnung gezogen wären, wenn sie es finanziell überhaupt verkraften könnten. Die Renten wurden in den letzten Jahren gekürzt oder nur so minimal angehoben, dass nur noch "Minusbeträge" zu verzeichnen waren. Und genau diese Generation, die den heutigen Verdiensten und Lebenshaltungekosten zum Großteil nach finanziell die schlechtesten sind, sollen in wesentlich teuerere Wohnungen umziehen! Das ist ein Hohn, eine Frechheit und Anmaßung zugleich. Am Schlimmsten dabei ist, dass genau diese Forderung von der Gwerkschaft ausgeht, Gewerschaft, die für den Arbeitnehmer und kleinen Bürger da sein soll.
Was nutzt es den Jungen, wenn die von Rentnern frei gemachten und etwas preiswerteren Wohnungen durch Generalsanierung und massiver Mietanhebung durch die Eigentümer auch nicht finanzierbar sind? Das ist ein Schritt in die falsche Richtung.
Auf Seite 13 der AZ vom 6.2.2015 kann ich dem Artikel von Verena Lehner nur voll und ganz zustimmen. Eine staatlich ausgeschüttete Einmalprämie verpufft im Nichts, wenn man eine wesentlich teuerere monatliche Miete auf längere Zeit dafür im Gegenzug hinblättern muss. Also sollte auch der Boss der IG-Bau, Robert Feiger, zuerst einmal kräftig darüber nachdenken, bevor er sich selbst in derart trauriger Weise deklassiert und die Gewerkschaft so negativ ins Rampenlicht bringt!
Alois Sepp
Frechheit und Anmaßung zugleich!
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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