Die Union hat sich nun festgelegt: Der "Soli" soll ab 2020 sinken. Weg ist er damit nicht. Die Debatte um die Abgabe wird also weitergehen. Auch wenn sie langsam nervt.

Das ist ja eine wuchtige Neuerung aus der hochdotierten Polit-Kaste in Berlin. Während seit Einführung des saublöden "Soli-Zuschlages" in den Ostgebieten alles fast aus Gold herausgeputzt zu sein scheint, verrecken in den Westgebieten Deutschlands Straßen, Gebäude, Brücken, Bauwerke. Werden vor lauter Geldmangel öffentliche Einrichtungen, Bedürfnisanstalten, Schulgebäude teilweise geschlossen oder abgerissen.

Es wird Zeit, dass der Soli einmal die nutzvolle Richtung wechselt und endlich einmal den Altbundesländern zu Gute kommt. Dass sich unsere gut bezahlen Politstrategen die Köpfe heiß diskutieren, wie man den Soli künftig ohne Einbuße des Geldes dem "dummen Wähler" geschmackvoll verkaufen kann, wundert mich nicht. Bin mir fast sicher, dass unser damaliger "Einheits-Kanzler" vom Soli heute auch nichts mehr wissen will, sonst würde man ihm wieder einmal Wortbruch vorwerfen können. Bundesfinanzminister Schäuble wehrt sich natürlich auch vehement, will er doch das billige Zwangsgeld aus den Taschen der Bürger weiterhin für allerlei Mist haben wollen. Dass einige der Polit-Spitzen Berlins den Soli in die Einkommensteuer einverleiben möchten, wäre praktisch. Man müsste sich in Zukunft über den ungeliebten Zusatzbeitrag nicht mehr unterhalten. Das Praktische an der Sache wäre zudem, dass durch die Einverleibung in die Einkommensteuer zusätzlich mehr Geld in den Staatssäckel fließt.
 
Hoffentlich denkt der Wähler bei den nächsten Wahlen daran, bevor er bei den "Standard-Parteien" sein Kreuzchen setzt.
 
Alois Sepp
 
Nachsatz: Die Karenzzeit bis 2020 ist extrem lang, also zahlen wir diesen saublöden Soli in unveränderter Form nur in die neuen Bundesländer weiter. Klar, sind doch unsere Kanzlerin und der Bundespräsident als "Oberhäupter" aus den neuen Bundesländern.


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