Abendzeitung, Donnerstag den 21.05.2015, Leserforum Seite 30, Titel:"Ohne Vernunft"
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Es schläft nicht nur Häschen in der "Grube", der Chef der Bahn, sondern unsere gesamte Politmannschaft in Berlin. Das Streikrecht ist ein probates Mittel, sich als kleiner Mitarbeiter seiner Haut zu erwehren. Die Verdienste der "alten Gewerkschaften wie auch der seinerzeitigen Aktiven" sind nicht von der Hand zu weisen. Es wurde viel errungen und erreicht, auch mit den zugehörigen Streiks wenns nötig war. Letztlich siegte aber die Vernunft sowie Einigungswille beider Parteien. Das ist beim derzeitigen Oberlok-"Führer" absolut nicht zu erkennen. Ihm geht es längst nicht mehr um die Sache und um Einigungsbereitschaft, sondern nur noch um Selbstdarstellung. Die Gewerkschaft (GDL) unterstützt ihn, unbeschadet des gesamten Schadens für die Bahnkunden, der Bahn als Arbeitgeber. Im Gegenteil, der Einigungswille wird dadurch noch weiter eleminiert, indem die GDL sogar das Tagegeld für die Streikenden massiv erhöht. Wie weit darf Demokratie noch gehen?
Das was in den letzten Jahren von den Errungenschaften wieder abgeschafft wurde ist eindeutig das Verdienst unserer Politiker im Zusammenspiel mit den Konzernen und Betrieben. Der Kündigungsschutz wurde zu tiefst ausgehebelt, der ordentliche Arbeitsvertrag wurde (fast) abgeschafft, ordentliche Verdienstmöglichkeiten wurden zu 1-Euro-, bzw. 400-Euro-Jobs abgemustert. Gleichzeitig wird aber verlangt, dass der Kunde Waren kauft, konsumiert, werkelt wie ein Depp!
Alois Sepp
Wie weit darf Demokratie noch gehen? (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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