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In einem AZ-Artikel auf Seite 4 der Ausgabe vom 4.10.2012 lese ich wieder einmal eine ketzerische Überschrift, nämlich "Jung gegen Alt, Ost gegen West"
Mich wundert nicht, dass der FDP Jungspund "Philipp Mißfelder" sich wieder einmal bemerkbar macht. Hetzte er ja vor geraumer Zeit, dass die Alten das Tafelsilber abgeben sollen, den Alten eingesetzte Hüftgelenke in Abrede stellte.
In einer Hinsicht haben die jungen Rentenrebellen natürlich recht, dass die von Ursula von der Leyen vorgeschlagene Zuschussrente ungerecht ist. Es wäre auch absolut ungerecht, irgendwelche Zusatzrenten, egal wer sie probagiert oder wie es auch heißen mag, zu Lasten der Arbeitnehmer zu installieren.
Es sollte seitens der Politik auf menschenwürdigere Arbeitsplätze mit sinnvoller Bezahlung geachtet werden, somit kämen auch wieder Beiträge in die Sozialkassen. Ferner muss das "Zweiklassen-System" der Altersversorgung endlich bereinigt werden.
In die Rentenkasse müssen endlich Beiträge von Arbeitsnehmern aller Art, sowie auch Beamten aller Amtsstuben eingezahlt werden. Ferner muss das Rentensystem auf gleiches Niveau gebracht werden, sodass der normale Bürger prozentual die gleiche Rentenhöhe hat wie der Pensionär.
Solange dieser krasse Unterschied vorherrscht wird es immer einen gewissen Zankapfel und eine Unzufriedenheit geben. Wenn das Zweiklassen-System beibehalten wird, werden sich die Rentner/innen bald nur noch im Sozialamt treffen können, um überhaupt noch über die Runden zu kommen.
Man muss hier kein Matheprofessor sein um zu erkennen, wer dann hier wieder die Zeche zu bezahlen hat, nämlich auch wieder der Steuerzahler. Trifft es den Steuerzahler, sind die Ärmeren, Geringverdiener, Kleinrentner wieder die erneuten Leidtragenden. Dies ist ein Teufelskreis mit endloser Spirale, das muss verhindert werden!
Als weiterer Punkt wird angeprangert, nämlich der Unterschied der Ost- zur Westrente. Mit welchem Recht fordern die Ostrentner das gleiche Rentenniveau zu den Westrenten? Dies ist nicht einzusehen, denn bei uns im Westen sind die Preise über die gesamte Warenpalette wesentlich höher als im Osten, dies darf nicht aus den Augen verloren werden.
Immerhin hat der Osten viele Neuerungen in vielerlei Hinsicht vom Westen finanziert bekommen, also seit Einführung des Soli-Beitrages vor 22 Jahren. Die Großmäuler der Politik, allen voraus unser "Einheits-Kanzler" Helmut Kohl, hatten damals bei der Einführung des Solidaritätszuschlages kund getan, dass dieser bis maximal 3 Jahre andauern sollte.
Alois Sepp