So besagt es ein altes Sprichwort. So ist es auch am neuen Luise-Kiesselbach-Tunnel in München. Trotzdem kann ich es nicht verstehen, dass nach so langer Planungs-Vorlaufzeit, nach so langer Bauzeit dieses Tunnels, nach meinem Empfinden die Staus größer sind als vorher mit der ursprünglichen Straßenführung. Da setzen sich Politiker bei der Eröffnung recht großspurig und mächtig in sichtbare Position, das Ergebnis des Mammut-Projektes spricht jedoch eine andere Sprache. Bei den Pressebekundungen wird die Schuld wieder einmal nur dem Autofahrer zugeschrieben. Zugeschrieben, weil es neu und ungewohnt ist, die Autofahrer noch nicht wissen wie die Verkehrsführung verläuft, daher die Stau´s verständlich sein müssen. Da wird das Baureferat recht großspurig gelobt, weil der Tunnel terminlich pünktlich fertiggestellt wurde, darüber hinaus noch Kostengünstiger als geplant. Es werden nach und bei der Neueröffnung bei den Pressekonferenzen allerhöchste Loblieder vom Stapel gelassen, nur um der Publiciti Willen. Jetzt wird vorsichtshalber schon mal darauf verwiesen, dass die Oberfläche noch nicht fertig ist, somit die Stau´s gerechtfertigt seien.
 
Das ist wieder einmal der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Die Schreibtisch-Täter sind natürlich niemals schuldig, sondern nur wieder der "ungeschickte und unwissende" Autofahrer!
 
Alois Sepp

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