Laut AZ-Bericht vom Samstag den 29.08.2015 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Befragungsergebnisse in Berlin vorgelegt. Eigenartig, dass ich noch nie diesbezüglich befragt wurde, obwohl es zwischenzeitlich bereits die Achte sein soll. Wo und wie wurde befragt? Kann natürlich auch sein, dass meine Aufenthalte in den Wartezimmern sich nur auf das Allernötigste beschränken. Allerdings bedarf es keiner großartigen Befragung, um festzustellen, dass die meisten Patienten eine Wanderung von einem Arzt zum anderen automatisch unterlassen. Normalerweise stellt der Arzt eine Art "Vertrauensperson" dar, die man auch nicht ständig zu wechseln gedenkt.
Hat die Darlegung der Befragung nicht den Geruch eines geschönten Charakters oder der Selbstbeweihräucherung? Woher will die KBV wissen, dass 47 Prozent der Patienten ihrem Arzt die Note "1" zusprechen? Nach welchen Kriterien wurde die Benotung überhaupt durchgeführt?
 
Ferner wird von den Ärzten und Krankenkassen über eine Einschränkung der Bürokratie nachgedacht. Der bürokratische Aufwand geht ja schon los, dass man sich in jedem Vierteljahr erneut beim Hausarzt "einloggen" muss, dass eine bereits ausgestellte Überweisung zu einem anderen Arzt ebenso automatisch verfällt. Diesen Papier- und Zeit-Blödsinn könnte man auf den Schlag hin ändern,wäre nur Zeitgewinn in den Arzt-Praxen. Es heißt ferner, dass eine intelligente Informationstechnologie für den Patienten mehr Zeit brächte.
Anmerkung einmal nur so in den Raum gestellt: Dann geht es uns bei den Ärzten auch so wie bei den Banken, "wenn das System einen Knacks hat, schickt man die Patienen wieder weg, weil nichts mehr geht". Das ist mit Sicherheit die schlechteste Lösung!
 
Alois Sepp

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