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Das war wieder der übernormale Wahnsinn. Lässt man sich die Zahlen der vergangenen Wiesn so auf der Zunge zergehen, kann einem schon etwas mulmig werden. Mulmig zum einen, weil es so viel Armut auf der Welt, aber auch in München selbst zu verzeichnen gibt, zum anderen, weil der Platz offensichtlich für den gesamten Ansturm an Menschen nicht mehr vorhanden ist.

Selbst die öffentlichen Verkehrsmittel stoßen schon an ihre Grenzen, U-Bahnhof Theresienwiese musste 120 mal gesperrt werden.

Wo ist hier der Charakter des so hochgelobten, größten Volksfestes der Welt geblieben? Der neue Wiesn-Chef Dieter Reiter denkt über vielerlei Punkte nach, was man ändern könnte oder müsste. Ein absolutes Muss wäre in meinen Augen die Auslagerung des gesamtes Festes an den Stadtrand, die Landwirtschaftsmesse alle 4 Jahre natürlich mit inbegriffen. Wobei es für die heimische Landwirtschaft bestimmt von Nutzen wäre, dieses Fest eben auch alljährlich mit der Wiesn stattfinden zu lassen.

Hierzu könnte man die Infrastruktur auf alle erforderlichen Möglichkeiten und Bedürfnisse vorbereiten und einrichten, um den wahnsinnigen Ansturm alleine schon von Besuchern her zu bewältigen.

Hinzu kommt, dass der verkehrstechnische Wahnsinn genau im Zentrum der "Weltstadt mit Herz" endlich beseitigt wird. Hier wären die Münchner Stadträte, bis hin zum Oberbürgermeister, sowie auch alle Planungsstellen gefordert, die doch massiven Beeinträchtigungen zu beseitigen, zumal der Wiesn-Chef die bisherigen Steigerungen des Besucheraufkommens selbst in Frage stellt. Für uns Münchner wäre es mehr als lobenswert, wenn wir wieder sporadisch und kurzentschlossen auf die Wiesn gehen könnten und nicht nur mit der blödsinnigen und überteuerten Reserviererei.

Alois Sepp

 

 


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