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AZ vom 19.05.2016, Seite 26, Titel "Lieber zum Bauern"

Seit dem Auslaufen der Milchquote kämpfen die Milchbauern mit sinkenden Preisen. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht. Erst vor wenigen Wochen hatten Bauern vielerorts gegen die Niedrigpreise im Handel demonstriert. Die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern haben bereits dazu aufgerufen, weniger Milch zu produzieren.

----- so zu lesen im Internet!

Ja, wer bestimmt denn in der Marktwirtschaft die Preise? Es wird von den Konzernen immer nur der ´Kunde und Verbraucher´ an den Pranger gestellt. Wer schöpft hier den sprichwörtlichen Rahm aus der vom Bauern gelieferten "guten und gehaltvollen Milch" denn ab? Es sind die Milchbetriebe, die aus der guten Ware Rohmilch u.A. "Butter, Sahne, Magermilch, Käse" usw. gewinnen. Es sind die Betriebe der Milchverarbeitung die aus der guten Rohmilch niederwertige Milch bei hohem Preis machen. Marktführer und Milchverarbeitung bestimmen letztlich die Preise. Es geht nur noch um Absatzzahlen, Absatzzahlen und nochmals um Absatzzahlen!

Wenn, wie man heute Mittag in den Nachrichten hörte, der Milchbauer von der Milchverarbeitenden Industrie 18 Cent für den Liter bekommt, wer drückt hier die Preise? Es wird wieder einmal der aufgehobenen Milchquote zugeschrieben. Die Milchverarbeitenden Betriebe zahlen für hochqualifizierte Milch, immer weniger um die  Gewinnmaximierung zu halten.

Wo bleibt die in Bayern sprichwörtliche Bauern-Schläue der Milchbauern? Liegt sie nur darin, von der Regierung oder aus dem Topf der EU Geld zu bekommen? Ich kann mich als älterer Bürger noch an die Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges erinnern, dass die Bauern mit ihrer Ware zu uns in die Stadt fuhren. Hier wurden sie nicht abgezockt, hier bekamen sie einen fairen Preis für Ihre Waren. Warum machen es die notleidenden Bauern jetzt nicht auch so mit ihren Waren? Ich würde gerne beim fahrenden Bauern unverfälschte Waren für einen sauberen und fairen Preis einkaufen. Könnte man doch davon ausgehen, dass es nicht genmanipulierte Milch oder Ware ist.

Wenn die Bauern und somit "Naturprodukt-Erzeuger" aus vertraglichen oder gesetzlichen Gründen nicht zum Kunden fahren dürfen, wer hindert uns Kunden zum Bauern zu fahren? (was ich aber nicht ganz glauben kann, weil es ja so genannte Wochenmärkte gibt, wo auch Bauern ihre Waren verkaufen) Lieber bezahle ich den höheren Preis an den echten Erzeuger unserer Lebensmittel, als immer den Konzernen das Geld in den Rachen zu werfen.

Ein anderer Vorschlag wäre, den die Älteren von uns aus der Nachkriegszeit für die Stadt Berlin kennen, nämlich eine Art Notopfer-Briefmarke für unsere Milchbauern ins Leben zu rufen. -wäre vielleicht im Zuge der elektronischen Nachrichtenverbreitung nicht so ganz effektiv-

Alois Sepp

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