Arbeiten bis 73?
Dies ist der Titel in der Münchner Abendzeitung vom Samstag, den 28.5.16. Laut einer Studie des Institutes für Wirtschaftsforschung (IW) müssen sich die unter 40-jährigen in Deutschland auf dieses Szenario einstellen.
Wieso befindet sich das Rentensystem zahlenmäßig in dieser misslichen Lage? Wer hat in der Hauptsache dazu beigetragen? Zu einem ganz großen Teil sind unsere übersatten, überheblichen und von sich selbst so eingenommenen Parlamentarier daran schuld. Dies aber nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten.
Als weitere Schuldige kann man die Arbeitgeber global darin sehen. Wurden doch viele Mitarbeiter, vor allem aber ältere und erfahrenere Mitarbeiter zu Gunsten der Wirtschaftszahlen aus den Betrieben gemobbt, Jüngere sehr häufig mit minderwertigen Zeitverträgen und jämmerlichen Verdiensten eingestellt.
Die Politiker insgesamt, denen die Hartz-IV- und Hartz-V-Reformen eingefallen sind. Die gleichen Politiker, die aus Gründen der Arbeitslosen-Zahlenbeschönigung die 1-Euro-Jobs ins Leben riefen, trifft es ebenfalls. Wie soll ein altbewährtes Rentensystem noch Gelder in die Kasse bringen, wenn es nur noch minderwertige Arbeitsstellen, Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose, 1-Euro-Jobber und sonstige minderwertig bezahlte Arbeitnehmer gibt?
Diese Aussagen des Instituts für Wirtschaft (IW) sind meiner Meinung nach nur sehr einseitig zu Gunsten der Arbeitgeber hinfrisiert und getroffen. Die eigentlichen Gründe von Misswirtschaft, Ausbluten des Rentensystems für artfremde Leistungen, werden hier weder beleuchtet noch dargestellt. Alles einseitige Darstellung, damit das Volk gänzlich für dumm verkauft wird, das Kapital wie auch die Polit-Kaste gewissenlos weiterwirtschaften kann. Diese Darstellungsarten des IW kann man meiner Meinung nach nur als "Volksverdummung" betrachten. Ausgerechnet diese Meinungsmacher beziehen fürstliche Gehälter!
Hätten wir Arbeitnehmer in unserer gesamten Lebensarbeitszeit, nämlich durchschnittlich 45 Arbeitsjahre, unsere Sozialbeiträge, bzw. Rentenbeiträge in eine private Versicherung einbezahlen können, gäbe es diese idiotische und arbeitnehmerfeindliche Lage in unserem Lande nicht. Vermutlich gäbe es aber noch höhere und zusätzliche Steuern, weil man die Rentenkassen nicht dauernd anzapfen und viele staatliche und artfremde Leistungen damit finanzieren hätte können.
Alois Sepp
Arbeiten bis 73?
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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