Im Münchner Verkehrsverbund, also im Öffentlichen Personen Nahverkehr tut sich das ganze Jahr etwas. Es müssen leider viele Tausend Euro an Reparaturen ausgegeben werden, weil hirnlose Randalierer fremdes Eigentum mutwillig beschädigen. (Fenster, Sitze, Tastschalter, Rolltreppen, Aufzüge, Aufenthaltshäuschen, Bahnhöfe usw., um nur Einiges zu erwähnen)
Hinzu kommen selbstverständlich Modernisierungen von Anlagen, Anlageteilen, Bussen, Trambahnen usw., weil sie in die Jahre gekommen sind, sowie Neufahrzeuge aller Art. Das Münchner Streckennetz wird laufend erweitert und verbessert. Wir Münchner MVV-Kunden, sind von Ausnahmen abgesehen, ganz gut versorgt. Das eigene Auto, wenn vorhanden, kann getrost in der Garage stehen bleiben. Dies ist Umweltschutz Pur!
Im Münchner U-Bahnnetz gibt es laut MVG-Info 771 Rolltreppen mit insgesamt 69.000 Stufen. Diese Rolltreppen sind Online vernetzt, um die Störzeiten so gering wie möglich zu halten. Darum kümmert sich das eigene Service-Personal mit 50 Technikern. Bis Ende 2019 werden im MVG-Netz noch 125 Rolltreppen ausgetauscht. Seit 2005 wurden bereits laut MVG-Info 220 neue Rolltreppen eingebaut.
Selbstverständlich ärgert man sich, wenn eine technische Einrichtung wie z.B. ein Aufzug oder eine Rolltreppe aus Störungsgründen steht. Vor allen Dingen ist es mehr als ärgerlich für diejenigen Fahrgäste, die schlecht oder kaum zu Fuß gehen können, oder die Gehbehinderten die an einen Rollstuhl gefesselt sind.
Leider denken Randalierer nicht daran, dass es nicht nur die Kosten sind, die der MVG wieder aufzuwenden hat, sondern die Belastungen und Ärgernisse, die die Rollstuhlfahrer haben. Rollstuhlfahrer müssen häufig bei Ausfall eines Aufzuges wieder in die nächste U-, oder S-Bahn einsteigen und bis zum nächsten Bahnhof fahren, in der Hoffnung, dass dort der Aufzug funktioniert. Es wird nicht daran gedacht, dass der Rollstuhlfahrer das ganze Stück wieder zurück muss, weil sein eigentliches Fahrtziel ein anderes war.
Nachdem die MVG das gesamte Jahr sehr viel Kosten und Aufwand betreibt um alles in Schuss, sowie Störausfälle möglichst kurz zu halten, das gesamte Netz erweitert und verbessert, können wir Kunden des öffentlichen Netzes nur froh und dankbar sein. Dass sich sowohl Neu-, Reparatur-, oder Vandalismus-Beseitigungskosten auf den Fahrpreis auswirken, sollte jedem von uns klar sein.
Alois Sepp