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Die Münchner Stadtratsfraktion hat jetzt die in meinen Augen irreale Idee, den Müll im Isarbereich durch die Erhöhung des Flaschenpfandes zu bekämpfen. Neben Einweggrills und Plastikverpackungen liegen auch zerbrochene Glasflaschen auf dem steinigen Boden. Das kann vor allem für kleine Kinder und Hunde gefährlich werden, die sich am Flussufer aufhalten.

Aus diesem Grund hat die Stadtratsfraktion der SPD nun einen Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) gestellt, in dem sie die Pfanderhöhung für Glasflaschen fordern. Schon im April hatten sie ein Glasflaschenverbot an der Isar zur Diskussion gestellt. Der Vorschlag ist schwer umsetzbar – wohl fast jeder Münchner hat sich im Sommer schonmal ein kühles Augustiner an der Isar gegönnt. Aus diesem Grund hat die SPD nun also die Alternativlösung der Pfanderhöhung für OB Reiter parat, wird in der Münchner AZ berichtet.
 
Werte SPD-Stadträte, glauben Sie den Schmarrn wirklich, den Sie da verzapfen? Komischerweise behaupten Sie, dass sich fast jeder Münchner an der Isar ein kühles Augustiner gegönnt hat. Sie sollten aber getrost einmal den Zeitlauf anschauen und feststellen, dass dieser Saustall nicht in früheren Jahren war, sondern heute. Es liegt nicht am Flaschenpfand, sondern an der Erziehung der heutigen Generationen. Wenn die Kinderstube ausbleibt, die Kinder im frühen Alter schon als herrenlose Schlüsselkinder rumlaufen müssen, kann nichts dabei rauskommen. Wir wurden in unserer Jugendzeit so erzogen, dass wir die gesamte Hinterlassenschaft einpackten und mitnahmen, bzw. ordentlich in vorhandene Müllbehältnisse warfen. So einfach war es damals, warum geht das heute nicht mehr?
 
Ich glaube nicht daran, dass durch ein erhöhtes Flaschenpfand die Erziehung und Gewohnheit der Menschen ersetzt wird. Einziger Vorteil eines höheren Flaschenpfandes wäre nur, dass sich Minderbemittelte, Bettler und Rentner ein höheres Zubrot verschaffen können, wenn sie die Flaschen und Dosen sammeln. Darüber hinaus gehörte das gesamte Pfandsystem vereinheitlicht. Es ist ein unmöglicher Zustand, bei der Pfandrückgabe von einem Laden in den anderen pilgern zu müssen, um das Pfandgut abgeben zu können. Als noch größere Unsitte kann man die To-Go-Behältnisse erkennen. Überall wird das Zeug weggeworfen und hinterlassen, vor allen Dingen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Selbst Zeitungen bleiben einfach auf den Sitzen, so nach dem Motto: "irgend ein Depp tut es schon weg". Dass die Entsorgung und Reinigung Geld kostet stört die hirnlosen Geister nicht!
 
Alois Sepp

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