AZ vom 18.06.2016, Seite 24, Titel "Radl-Rambos"

Das Kreisverwaltungsreferat mit seinem Leiter, Herrn Blume-Bayerle als obersten Radfahrer der Stadt München, wäre gut beraten, endlich die Fahrräder mit einem sicht- und lesbaren Kennzeichen ausstatten zu lassen. Es zeigt sich alltäglich am laufenden Band, dass sich ein Großteil der Radfahrer weder um die Verkehrsordnung, um rote Ampeln, noch viel weniger um Radwege schert. Jeder andere Verkehrsteilnehmer kann bei Zuwiderhandlungen erfasst und belangt werden, auch wenn er davonrast, weil man eben das Kennzeichen des Fahrzeuges sieht.
 
Leider werden die Radl-Rambos immer mehr, immer rücksichtsloser und eingebildeter. Sie glauben, dass sie die alleinigen auf der Erde sind die Rechte haben, die sich die Rechte für sich in egoistischer Weise und mit aller Gewalt nehmen. Das erlebt man leider als Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr nicht nur einmal am Tag, sondern leider sehr häufig. Scheinbar haben wir inzwischen nicht nur eine "Zweiklassen-Gesellschaft" sondern auch eine "Zweiklassen-Verkehrsordnung". Für die einen mit den Nummernschildern am Fahrzeug gilt die strafrechtliche, für die anderen gilt soviel wie das Faustrecht. Hinzu kommt im alltäglichen Verkehr, dass Radler kreuz und quer daherradeln. Man kann sich als motorisierter Verkehrsteilnehmer, wie auch als Fußgänger nicht mehr darauf verlassen, dass man an bestimmten Stellen -nicht- mit einem Gefahrenpotenzial rechnen muss.
 
 
Alois Sepp

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