Danke an die Bundesregierung! Danke für das politische Strategiespiel!

 

Personenkontrollen, Schließsysteme, Videokameras: Die Stadt wird ihre Gebäude künftig besser schützen. Kritiker sind entsetzt. Wer darf rein? Und wer nicht? An der Tür von Rathaus oder Kreisverwaltungsreferat spielte das bisher in der Regel keine Rolle. Man spazierte einfach rein. Das wird sich bald ändern. Personalreferent Alexander Dietrich (CSU) hat nun vorgeschlagen, dass städtische Dienstgebäude grundsätzlich nicht mehr frei zugänglich sein sollen. Am Mittwoch segnete der Stadtrat das in seiner Mehrheit ab – gegen wütende Proteste der Opposition. Dienstgebäude sollen nicht mehr offen sein, heißt es im Medienbericht der AZ.
 
Ja, das sind unweigerlich auch mit die Auswirkungen eines so freizügigen Handelns und Hereinlassens, wie es von unserer Bundeskanzlerin gehandhabt wird. Es erhebt sich schon die wirkliche Frage, ob es wie berichtet, nur zum Schutz der dort befindlichen Personen und des Personals ist, oder bereits ganz massive Angst der höheren Beamten und Angestellten in unseren Verwaltungsburgen? Die massive Abschottung unserer Verwaltungsburgen ist in Anbetracht der derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen her betrachtet, nachvollziehbar. Leider beschleicht mich jedoch ein arges Gefühl einer beginnenden "Staats-Diktatur", die die älteren Mitbürger noch aus den 30-er Jahren kennenlernen mussten. Diese massiven, angsteinflössenden "Abschottungen" unserer öffentlichen Gebäude sind sicherlich auch die Erfolge des politischen, Berliner Strategiespiels unserer Kanzlerin. Wir dürfen darauf gespannt sein, welche Türkontrollen uns überall im öffentlichen Bereich noch präsentiert werden. Sicherlich werden dem Beispiel des Münchner Rathauses und des Kreisverwaltungs-Referates noch viele andere Gebäude und Einrichtungen folgen.

 
Einen Vorteil hat die ganze Sache: "Es werden Arbeitsplätze geschaffen. Wir müssen uns an so genannte Türsteher (vermutlich sogar mit Waffen) im öffentlichen Bereich an vielen Orten gewöhnen!" Die gesamte Politik hat versagt, die Flüchtlings- und Asylantenfrage wurde immer auf die leichte Schulter genommen! Die frühzeitigen Ängste der Bevölkerung wurden offensichtlich bewusst ignoriert. Diejenigen, die diese Problematik klar angesprochen haben, wurden und werden immer noch als "rechte Spinner und gewaltbereite Gruppierungen" bezeichnet und verteufelt.
 
Alois Sepp


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