Ausgerechnet ein CSU-Mann verteidigt die SPD-Politik unter Gerhard Schröder. Markus Söder sieht die "Agenda 2010" im Vergleich zu Kanzlerkandidat Martin Schulz als erfolgreich an und verteidigte die Arbeitsmarktreformen des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder gegen die Angriffe des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. "Die Agenda 2010 war ein Erfolg", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Schon seltsam, dass ich als CSU-Mann den SPD-Kanzler Schröder gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Schulz verteidigen muss".

Klar Herr Söder, dass Sie es so ausdrücken. Haben doch Großkonzerne, kapitalstarke Betriebe durch die Agenda 2010 prächtig verdient. Die Einzigen, die nur Misserfolge erzielten, waren die Arbeitnehmer, die Rentner, die Kranken und Behinderten. Es ist verständlich, dass Sie dem Kapital mit Ihrer Aussage weiterhin dienen möchten, die CSU ist doch die Stütze allen Kapitals. Ihnen geht es nicht um die SPD, noch viel weniger um Martin Schulz. Alles klar Herr Söder, Sie wollen dem Wähler ja die CSU schmackhaft machen, wollen nicht noch weiter abrutschen in der Gunst des Stimm-Viehs. Oder sollte es nur zum Abschluss des Faschings ein Sonderauftritt von Ihnen werden?
 
Alois Sepp