
Der Muttertag ist nicht, wie man immer vermuten möchte, eine Erfindung des Einzelhandels oder der Geschäftemacher der Werbeindustrie, sondern geht auf eine Frauenrechtlerin in den vereinigten Staaten zurück. Leider entsteht immer häufiger der Eindruck, denn die Werbung in den Medien verleitet zu dieser Erkenntnis.
Der Muttertag ist ein Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Er hat sich seit 1914, beginnend in den Vereinigten Staaten, kurze Zeit später in England und ab 1922 fest in Deutschland verankert. Er ist immer der zweite Sonntag im Monat Mai.
Eigentlich ist es mehr als traurig, dass die Menschheit der heutigen Zeit der Erinnerungen der Werbeindustrie bedarf, um der Mutter der ehrenden Bedeutung zu verhelfen. Mit großer Genugtuung stelle ich im Sozialdienst, in den Alten- und Senioreneinrichtungen immer wieder fest, dass es viele Kinder gibt, die die Mutter bis ins hohe Alter ehren, versorgen, besuchen und ganz einfach für sie da sind. Hauptsächlich ist es die Kriegsgeneration in Deutschland, die der Mutter den nötigen Respekt und Achtung erweist. Hätte es vielfach in den Kriegsjahren die Mutter nicht gegeben, wären wir Jüngeren heute gar nicht mehr da. Die damaligen Eltern, vor allem die Mutter, hat zu Gunsten von uns Kindern auf sehr vieles verzichtet, nur um uns durchzubringen. Alleine schon deshalb gebührt der Mutter der notwendige Respekt. Bei vielen Kindern bedarf es keines "Muttertages" im Kalender, sie sind das ganze Jahr für ihre Mütter da.
Auch aus diesem Grunde gebührt den Kindern, den Sozialhelfern und Ehrenamtlichen ebenfalls der notwendige Respekt und Danksagung! Diesen Umstand sollte man in den Medien ebenso hervorheben, wie den Muttertag selbst.
Alois Sepp