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Für den Otto-Normalverbraucher, und erst recht für ältere Menschen wird ein Lebensmitteleinkauf immer mehr zur Qual. Nimmt man die alltäglich im Fernsehen aufgezeichneten Risiken zu jederlei Lebensmittel ernstlich auf, so dürfte man bald gar nichts mehr essen, da es überall was zum Meckern gibt. Mal ist es krebsfördernd, mal allgemein gesundheitsschädlich, mal können Kopfschmerzen und Unwohlsein die Folge sein. Jeden Tag wird bald eine andere Sau durchs Dorf gejagt und als ungesund gekennzeichnet.

Es ist ohnehin schon eine Zumutung, was heute durch EU-Empfehlung, durch Auflagen des Verbraucherschutzes, durch Hinweise auf gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe auf den jeweiligen Verpackungen abgedruckt sein muss.

Jetzt ist mir klar, warum die Verpackungen bei kleineren oder gleichen Inhalten immer größer werden, nämlich deshalb, weil der Platz für die Kennzeichnungspflicht nicht mehr ausreicht. Wegen der Lesbarkeit und der drucktechnischen Möglichkeiten kann man ja nicht bedenkenlos verkleinern, also muss die Verpackung größer werden.

Mir wurde heute durch den Beitrag im Fernsehen immer klarer, dass wir als Käufer bald einen Dolmetscher oder Lebensmittelchemiker an unserer Seite brauchen, will man auch nur die einfachsten Dinge einkaufen.

Meiner Meinung nach sind die heutigen Zivilisationskrankheiten, nämlich jegliche Arten von Krebs in unserem Körper die Folge davon, dass alle Waren angeblich so gesund und steril hergestellt werden. Unser Körper, unser körpereigener Abwehrmechanismus wird nicht mehr gefordert, scheitert bei noch so kleinen Störungen schon hoffnungslos.

Dass der gesamte Aufwand, den die Geschäfte, die Händler und Hersteller allgemein treiben müssen, um die Forderungen der EU zu erfüllen, massiv Geld kostet dürfte jedem klar sein. Wer die Zeche letztlich zu bezahlen hat, aber auch, nämlich wir Verbraucher.

Alois Sepp

 


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